Alois Delug

Alois Delug (* 25. Mai 1859 in Bozen; † 17. September 1930 in Wien) war ein österreichischer Maler und Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bozen begann Delug mit der Malerei und wurden von dem in Bozen lebenden Maler Heinrich Schöpfer gefördert. Er übersiedelte nach Innsbruck und begann dort mit dem Geschichtsstudium, bevor er durch Franz von Wieser an die Kunstakademie in Wien empfohlen wurde. Ab 1880 absolvierte er dort die allgemeine Malerschule, ab 1883 die Spezialschule für Historien- und Porträtmalerei bei Leopold Carl Müller. Sehr einprägsam war für Delug eine dreijährige Studienreise durch Italien, Frankreich, Deutschland und Holland, bevor er in München Aufträge für religiöse und profane Historienbilder annahm. 1896 erfolgte die Übersiedlung nach Wien, wo er eine Professur an der Kunstakademie annahm. Zu seinen Schülern zählten u.a. Anton Velim, Hans Fronius, Anton Kolig, Hubert Lanzinger, Albert Stolz, Hans Popp und Franz Gruss. Ebenfalls 1896 erhielt er auf der Internationalen Kunstausstellung in Berlin eine kleine Goldmedaille. Den Aufzeichnungen des Hitler-Biographen Josef Greiner zufolge, soll Delug im Jahr 1907 Adolf Hitler wegen dessen unzulänglicher Leistungen bei seinen Aufnahmeprüfungen zur Malschule sowie anschließend zur Architekturschule einen Studienplatz an der Kunstakademie verweigert haben.
Alois Delugs ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 19, Nummer 190).
Im Jahr 1931 wurde in Wien-Döbling (19. Bezirk) die Delugstraße nach ihm benannt.

Außenthermometer

Ein Außenthermometer dient zur Messung der Lufttemperatur außerhalb eines Gebäudes. Es ist allerdings schwierig, ohne eine spezielle Wetterhütte – wie sie die Meteorologen verwenden – einigermaßen verlässliche Werte zu erhalten. Bei Unachtsamkeit sind Messfehler von 2–4 °C keineswegs ungewöhnlich.
Die meisten Außenthermometer sind nach wie vor Ausdehnungsthermometer, die mit Alkohol oder Quecksilber gefüllt sind. Auch Bimetall-Thermometer sind verbreitet, jedoch etwas ungenauer und oft für Erschütterungen empfindlich. Am besten sind meist die Ausführungen als Messfühler, deren Sensoren überwiegend mit Halbleiter- oder Thermoeffekt arbeiten.
Genaue Temperaturmessungen sind nur in bewegter Luft möglich, weshalb das Außenthermometer so montiert werden muss, dass es nicht von stehender Luft umgeben ist – d. h. in geeigneter Entfernung vom Gebäude. Ebenso wichtig ist die Vermeidung von Sonnenstrahlung, weshalb es immer im Norden des Gebäudes anzubringen ist. Dennoch könnte es auch hier im Sommer für zweimal 2 Stunden in der Sonne sein, die bei uns zwischen Mai und August fast im Nordosten aufgeht und fast im Nordwesten unter. Im Allgemeinen ist daher die Fensterlaibung eines Nordfensters am besten geeignet, auf die auch frühmorgens oder abends der Schatten von Bäumen fällt.
Neben der Eigenwärme des Gebäudes (gegen die schon einige Zentimeter Abstand vom Fensterglas helfen) kann auch die Rückstrahlung eines Nachbargebäudes die Messung um 1–2 °C verfälschen. Empfehlenswert ist auch ein Vergleich mit einem geeichten Instrument, z. B. einem guten Schleuderthermometer. Der systematische Fehler von marktüblichen Außenthermometern liegt nur bei teuren Exemplaren unter 1 °C und kann durchaus 2–3 °C erreichen.
Bei der Ablesung selbst ist darauf zu achten, waagrecht auf die Thermometer-Skala zu blicken. Andernfalls kann ein Parallaxenfehler von 1 °C und mehr entstehen. Eine Ablesegenauigkeit von 0,5 °C ist relativ leicht zu erreichen, wenn man sich die Horizontale vorstellt, oder das Spiegelbild des eigenen Kopfes im Fensterglas erkennt.
In summa lässt sich feststellen, dass man bei Beachtung einiger Regeln die wahre Lufttemperatur unschwer innerhalb von ± 1 °C erhält, und bestenfalls auf 0,5 °C. Bei einer Montage des Außenthermometers an ungünstiger Stelle und ohne Vergleich mit einem geeichten Instrument können die Werte 3–4 °C falsch sein, wozu noch der allfällige Strahlungseinfluss der Sonne käme.
Die Angleichung eines Thermometers an die Lufttemperatur braucht eine gewisse Zeit, die von einigen Minuten bis zu einer halben Stunde dauern kann (bei einem Sensor etwas kürzer). Diese Zeit wird bei Wind wesentlich verkürzt. Bei einem Zimmerthermometer kann man sich einfach behelfen, indem man es mit dem gestreckten Arm hin- und her schwenkt. Schon nach etwa 20 Sekunden hat sich die Über- oder Untertemperatur um 50 % an die Luft angeglichen, nach weiteren 20 s auf ein Viertel (eine Art Halbwertszeit).
Die Schätzung der Lufttemperatur kann bei Windstille und entsprechender Erfahrung auf 1–3 °C genau gelingen. Die gefühlte Temperatur bei Wind wird jedoch durch den Windchill erheblich kälter eingeschätzt.
Das Temperaturmaximum des Tages tritt in Deutschland gewöhnlich zwischen 13 und 15 Uhr MEZ ein, bei Sommerzeit zwischen 14 und 16 Uhr. Das Temperaturminimum kann zeitlich stärker schwanken, weil es neben der Jahreszeit auch stark von der nächtlichen Abkühlung und der Bewölkung abhängt. Im Durchschnitt tritt es etwas vor Sonnenaufgang ein.
Heute sind Außenthermometer auch schon in viele Autos eingebaut. Der beim Start angezeigte Wert ist im Sommer bei Sonneneinstrahlung zu hoch, kann aber nach kalten Nächten durch die Ausstrahlung auch zu niedrig liegen. Auch jedes größere Flugzeug ist mit einem bis zwei Außenthermometern ausgestattet. Vereinzelt kann man auch durch Beachten der Temperaturänderung eine Art meteorologische Navigation betreiben, beispielsweise bei der Ortung des Jetstreams.

Homosexualität in Argentinien

Homosexualität ist in Argentinien gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und in der Hauptstadt Buenos Aires befindet sich eine größere LGBT-Community. Homosexuelle Handlungen sind in Argentinien legal. Das Schutzalter liegt einheitlich bei 13 Jahren.

Auf Bundesebene bestehen keine Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz der sexuellen Orientierung. In der Hauptstadt Buenos Aires und der Stadt Rosario hingegen sind kommunale Antidiskriminierungsvorschriften vorhanden.
Seit 2003 können gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Partnerschaft in der Autonomen Stadt Buenos Aires, Río Negro und in den Städten Villa Carlos Paz und Río Cuarto in der Provinz Córdoba eingehen. Diese Partnerschaften geben weitgehend die gleichen Rechte wie eine Ehe. Eine gemeinschaftliche Adoption hingegen ist nicht möglich. Landesweit werden in einem Erlass ab Ende 2008 gleichgeschlechtliche Paare, die mindestens 5 Jahre zusammengelebt haben, in der Rentenversicherung anerkannt.
Ende Dezember 2009 heiratete das erste homosexuelle Paar in Ushuaia. Das Paar Alex Freye und Jose Maria di Bello ging als erstes Paar in Südamerika die gleichgeschlechtliche Ehe ein.
Am 5. Mai 2010 befürwortete das argentinische Parlament die landesweite Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Das Gesetz zur Eheöffnung wurde ebenso im argentinischen Senat von den Senatoren mehrheitlich angenommen. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner unterzeichnete das Gesetz am 21. Juli 2010.
Bis in die 1980er Jahre wurden homosexuelle Menschen in Argentinien unterdrückt und waren Schikanen der Polizei ausgesetzt. Insbesondere zur Zeit der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 herrschte im ganzen Land ein Unterdrückungssystem des Militärs, das auch homosexuelle Menschen massiv verletzte. Seit dem Ende der Diktatur in Argentinien und der Demokratisierung des Landes verbesserte sich die Situation für homosexuelle Menschen stetig. In der Hauptstadt Buenos Aires besteht eine LGBT-Community und Organisationen wie Communidad Homosexual Argentina setzen sich für die Rechte homosexueller Menschen im Lande ein.
Antigua und Barbuda | Argentinien | Bahamas | Barbados | Belize | Bolivien | Brasilien | Chile | Costa Rica | Dominica | Dominikanische Republik | Ecuador | El Salvador | Grenada | Guatemala | Guyana | Haiti | Honduras | Jamaika | Kanada | Kolumbien | Kuba | Mexiko | Nicaragua | Panama | Paraguay | Peru | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Suriname | Trinidad und Tobago | Uruguay | Venezuela | Vereinigte Staaten
Afrika | Asien | Europa | Ozeanien

Katharina Nesytowa

Katharina Nesytowa (* 1985 in Berlin; auch: Katja Nesytowa) ist eine deutsche Schauspielerin.

Nesytowa war bereits als Jugendliche Mitglied in freien Theatergruppen und trat seit 2003 in Musikvideos und Werbefilmen auf. 2004 und 2005 nahm sie am Schauspielcoaching bei Achim Gebauer und Kristiane Kupfer teil. Von 2005 bis 2009 studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Während des Studiums wirkte sie bei Theateraufführungen des Studiotheaters Hannover und des Schauspiels Hannover mit.
Ebenfalls noch als Studentin erhielt sie Rollen in Fernsehproduktionen wie Ein starkes Team und Bella Block. In Dominik Grafs 2008 gedrehter Fernsehserie Im Angesicht des Verbrechens spielte Nesytowa, die Russisch als zweite Muttersprache spricht, eine Hauptrolle als ukrainische Zwangsprostituierte Swetlana. 2011 war sie in einer Hauptrolle neben Katja Riemann und Thomas Sarbacher im Fernsehfilm Die fremde Familie von Stefan Krohmer und Daniel Nocke zu sehen. In der ZDF-Telenovela Wege zum Glück – Spuren im Sand verkörperte sie zwischen Mai und September 2012 durchgehend die Rolle der Alexandra Overbeck.

Matthieu Donarier

Matthieu Donarier (* 1976 in Nantes) ist ein französischer Jazzmusiker (Tenor- und Sopransaxophon, Klarinette, Bassklarinette).

Matthieu Donarier lernte zunächst Klarinette, bevor er als Jugendlicher zum Saxophon wechselte. Nach dem Besuch des Konservatoriums in Rennes zog er nach Paris, um am Conservatoire National Supérieur (CNSM) zu studieren. Schon vor seiner Graduierung 1998 gründete er mit dem Gitarristen Manu Codjia und dem Schlagzeuger Joe Quitzke das Matthieu Donarier Trio. 1999 wurde das Trio mit dem ersten Preis des Concours de la Defense ausgezeichnet. Nach Tourneen durch Europa, dem Nahen Osten und Kanada gehört er seit 2006 dem Musikerkollektiv Yolk in Nantes an, bei dem er sein Trioalbum Optic Topic veröffentlichte. Donarier arbeitete neben seinem Trio außerdem mit Poline Renou, dem Ensemble ZAR, Sébastien Boisseau, Daniel Humair (Baby Boom, 2002), Alban Darche, Patrice Caratini und Stephan Oliva, Stéphane Kerecki und Gábor Gadó, ferner in den Ensembles Le Sacre du Tympan und Le Gros Cube.

Aloe dhufarensis

Aloe dhufarensis ist eine Pflanzenart der Gattung der Aloen in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae). Das Artepitheton dhufarensis verweist auf das Vorkommen der Art im Gouvernement Dhufar in Oman.

Aloe dhufarensis wächst stammlos und einfach. Die 14 bis 20 deltoid spitz zulaufenden Laubblätter bilden Rosetten. Die bläulich graue Blattspreite ist 45 Zentimeter lang und 14 Zentimeter breit. Zähne am Blattrand sind nicht vorhanden. Lediglich an sehr jungen Pflanzen werden einige weiße Zähne ausgebildet.
Der Blütenstand besteht aus ein bis zwei Zweigen und erreicht eine Länge von bis zu 90 Zentimeter. Die lockeren, zylindrisch spitz zulaufenden Trauben sind etwa 20 Zentimeter lang. Die deltoiden-spitzen Brakteen weisen eine Länge von bis zu 12 Millimeter auf. Die korallenroten, bereiften Blüten stehen an 12 bis 15 Millimeter langen Blütenstielen. Die Blüten sind 28 bis 30 Millimeter lang und an ihrer Basis verschmälert. Auf Höhe des Fruchtknotens weisen die Blüten einen Durchmesser von 9 Millimeter auf. Darüber sind sie nicht verengt. Ihre äußeren Perigonblätter sind auf einer Länge von 22 Millimetern nicht miteinander verwachsen. Die Staubblätter und der Griffel ragen 8 Millimeter aus der Blüte heraus.
Aloe dhufarensis ist in den südafrikanischen Provinzen KwaZulu-Natal und Mpumalanga sowie im Süden von Swasiland auf Grasland in Höhen von 200 bis 1000 Metern verbreitet.
Die Erstbeschreibung durch John Jacob Lavranos wurde 1967 veröffentlicht.

Club Harmony

Axel Johnson (1969–1986) Regent Sun (1986–1987) Italia (1987–1988) Costa Marina (1988–2011) Harmony Princess (2011)
Registro Italiano Navale Korean Register of Shipping
IMO-Nr. 6910544
Die Club Harmony war ein Kreuzfahrtschiff, das von 1988 bis November 2011 von der Reederei Costa Crociere unter dem Namen Costa Marina betrieben wurde.

Die Club Harmony wurde im Jahr 1969 als Containerschiff Axel Johnson für die schwedische Johnson Line gebaut. Das Schiff wurde als Typschiff einer Klasse von fünf Schwesterschiffen abgeliefert. 1986 wurde das Schiff verkauft und in Regent Sun umbenannt.
Das Schiff sollte in der italienischen Mariotti Werft in Genua zum Kreuzfahrtschiff umgebaut werden, was jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten scheiterte. Das Schiff wurde 1987 noch in der Werft erneut verkauft und in Italia umbenannt. 1988 schließlich kaufte Costa Crociere das Schiff und ließ es zur Costa Marina umbauen.
Der Umbau war für die Reederei rentabler als der Bau eines neuen Kreuzfahrtschiffes. In den Jahren 1990 bis 1992 wurde auch der Frachter Annie Johnson umgebaut und als Costa Allegra in Fahrt gebracht.
Das Einsatzgebiet der Costa Marina war im Winter die Karibik und im Sommer das Mittelmeer. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das Schiff als deutschsprachiges Schiff vermarktet. Im Winter 2006/2007 wurde die Costa Marina als erstes Schiff der Reederei von Savona nach Asien verlegt und in Singapur stationiert.
Den Winter 2007/2008 verbrachte die Costa Marina im Indischen Ozean mit dem Basishafen Mauritius. Auf diesen 15-tägigen Kreuzfahrten wurden für Costa neue Ziele wie die Seychellen, Komoren, Kenia und Madagaskar angesteuert.
Im Frühjahr 2011 (10. März bis 25. Mai) und Herbst 2011 (13. September bis 13. November) fuhr die Costa Marina im Charter für den französischen Reiseveranstalter TAAJ Crosières. Dabei bereiste sie ab Marseille Ziele im Mittelmeer und ab Calais in Nordeuropa.
Im November 2011 vercharterte Costa Crociere das Schiff mit Kaufoption an das südkoreanische Unternehmen Polaris Shipping Company in Seoul und verkaufte es im Juni 2014 an Polaris Energy & Marine, während Polaris Shipping Company weiter als Schiffsmanager fungierte. Polaris Shipping Company brachte das Schiff in ihr neu gegründetes Tochterunternehmen Harmony Cruises ein. Harmony Cruises setzte das Schiff zunächst als Harmony Princess und danach unter dem Namen Club Harmony vom Basishafen Busan aus für Kreuzfahrten in Fernost ein, stellte den Dienst Ende 2012 aber wieder ein. Seit Februar 2013 lag das Schiff im Hafen von Busan auf. Die Internetseite des Betreibers ist mittlerweile offline. Im Januar 2014 wurde das Schiff in den Hafen von Gwangyang geschleppt. Im August 2014 verließ es den Hafen mit Ziel Alang, Indien, wo es verschrottet werden soll. Am 18. Oktober 2014 traf das Schiff auf Reede vor Alang ein. Das Schiff wurde am 24. Oktober 2014 nach Alang verholt und schließlich am 25. Oktober gestrandet als Harmony I.
Der Antrieb des Schiffes erfolgt mit vier Pielstick-Dieselmotoren, die von Wärtsilä in Lizenz gebaut wurden. Zwei der Motoren sind Sechzehnzylinder-Viertaktmotoren mit jeweils 5.472 kW Leistung, zwei sind Zwölfzylinder-Viertaktmotoren mit jeweils 4.104 kW Leistung. Die Motoren wirken auf zwei Verstellpropeller.
Für die Stromversorgung an Bord stehen drei Dieselgeneratoren mit einer Scheinleistung von jeweils etwa 2.812 kVA sowie ein Dieselgenerator mit einer Scheinleistung von 750 kVA zur Verfügung.
Die Club Harmony ist ein Schiff einer Klasse von fünf als Containerschiff gebauten Einheiten. Dazu gehören die als Annie Johnson gebaute Costa Allegra (2012 in Aliağa verschrottet), die 1999 in Alang verschrottete Antonia Johnson, die 2007 in Alang verschrottete San Francisco, sowie die 1987 in Aliağa verschrottete Margaret Johnson, die 1986 ebenfalls in ein Kreuzfahrtschiff umgebaut werden sollte.
Liste von Kreuzfahrtschiffen

Abd ar-Rahman Swar ad-Dahab

Abd ar-Rahman Swar ad-Dahab (arabisch عبد الرحمن سوار الدهب, auch Abdel Rahman Swar al-Dahab) (* 1930 in al-Ubayyid, Schamal Kurdufan, Sudan) war vom 6. April 1985 bis zum 6. Mai 1986 Präsident des Sudan.
Abd ar-Rahman Swar ad-Dahab wurde 1930 in der Stadt al-Ubayyid geboren und schloss sein Studium an der sudanesischen Militärakademie ab. Er wurde bekannt, als der ehemalige Präsident des Sudans, Dschafar Muhammad an-Numairi, ihn zu seinem Stabschef machte und er anschließend 1984 Verteidigungsminister und oberster Befehlsführer der Armee wurde. Nach einem militärischen Putsch gelangte er am 6. April 1985 an die Macht und wurde Präsident des Sudans. Wie versprochen, räumte er 1986 sein Amt, um den Weg für freie Wahlen frei zu machen. Am 6. Mai 1986 trat Sadiq al-Mahdi das Amt als neuer Präsident des Sudans an. Abdel Rahman Swar al-Dahab wurde 1987 Vorsitzender der Islamic Call Organization, was er bis heute (Dezember 2006) noch ist.
Ibrahim Abbud | al-Chatim al-Chalifa | Ismail al-Azhari | Dschafar Muhammad an-Numairi | Babikar an-Nur Uthman | Dschafar Muhammad an-Numairi | Abd ar-Rahman Swar ad-Dahab | Ahmad al-Mirghani | Umar al-Baschir

Hamburg-Eidelstedt

Eidelstedt ist ein Stadtteil im Bezirk Eimsbüttel am nordwestlichen Rand der Freien und Hansestadt Hamburg.

Eidelstedt grenzt im Norden an den Hamburger Stadtteil Schnelsen, im Osten an Niendorf, im Süden an Stellingen und Bahrenfeld, im Südwesten an Lurup und im Nordwesten an die Schleswig-Holsteinischen Gemeinden Halstenbek und Rellingen.
Eidelstedt blickt, wie viele Stadtteile des heutigen Hamburg, auf eine lange Geschichte als Bauerndorf zurück. Davon sind jedoch nicht viele Zeugnisse übrig geblieben: aufgelockerte Wohnbebauung aus den 1950er- bis 1970er-Jahren mit Hochhäusern, Wohnblöcken und Einfamilienhäusern und dazwischen zahlreiche vielbefahrene Hauptverkehrswege prägen das Ortsbild. Trotz viel Beton und gelbverklinkerter Einfamilienhäuser ist Eidelstedt ein recht grüner Stadtteil geblieben, der abseits der Hauptstraßen eine ruhige Nähe zum ländlichen Umland zeigt. Das Ortszentrum am Eidelstedter Platz, einem Verkehrsknotenpunkt, hat den Charakter eines mittelgroßen, etwas verstreuten Einkaufszentrums. Die Eidelstedter Feldmark im östlichen Drittel des Stadtteils, jenseits der Autobahn, ist Weideland geblieben und soll als naturnaher Zwischenraum zwischen zwei Hamburger Siedlungsachsen erhalten bleiben.
Eidelstedt, das weit bis ins 18. Jahrhundert hinein noch Eilstede, Eylstedt oder Eylenstede genannt wurde, wurde erstmals als klar umgrenzte Feldmark im Jahre 1588 genannt. Zu dieser Zeit bestand Eidelstedt aus „acht vollen und fünf halben Bauhöfen sowie“ zwölf Katen der Gemeindehirten. Der Name mit der Nachsilbe -stedt weist jedoch bereits auf die sächsische Gründung eines Runddorfes hin, durch einen ersten Siedler namens Eyler und bedeutet entsprechend Wohnstätte des Eylers. Nach einer anderen Lesart wird er von Ilenstätten abgeleitet, einer Blutegelstätte, da bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in der durch den Ort führenden Mühlenau und im Mühlenteich Blutegel zur medizinischen Verwertung gefangen wurden.
1908 noch berichtete Henning Oldekop in seiner Topographie des Herzogtums Holstein von einer überwiegend ländlichen Struktur mit vorwiegend Milchwirtschaft, Garten- und Gemüsebau und zehn Baumschulen und Gärtnereien. Dennoch gab es schon eine ausgedehnte Industrieproduktion (Lack und Firnis, Holzessig, Drahtnetze, Kalksandstein, Dünger, Fischkonserven und Bier), die den Anwohnern der Produktionsstätten im wahrsten Sinne des Wortes „stank“. In den 1920er Jahren verschwand dann das Jaarsmoor im Nordwesten. Der Eidelstedter Brook im Norden und das Sprützfeld im Westen wurden abgeholzt und bebaut.
1927 wurde Eidelstedt (auch wegen seines großen Güterbahnhofs interessant) in Altona eingemeindet, 1937 dann ein Groß-Hamburger Stadtteil.
Am 27. September 1944 wurde am Friedrichshulder Weg, im heutigen Stadtteil Lurup, das Frauenlager Eidelstedt als Außenlager des KZ Neuengamme eingerichtet.
1979 kam es zu einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg wegen chemischer Kampfmittel- und Giftfunde auf dem Gelände der Chemischen Fabrik Stoltzenberg am Farnhornstieg im südlichen Zipfel von Eidelstedt.
Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Eidelstedt zum Wahlkreis Stellingen-Eimsbüttel-West. Die Bürgerschaftswahl 2015 führte zu folgendem Ergebnis:
Blasonierung des Eidelstedter Stadtteil-Logos „Wappen für Eidelstedt“: In Gold wurzelt eine schwarzstämmige Doppeleiche mit breiter grüner Laubkrone und siebzehn goldenen Eicheln. Rechts und links von den Wurzeln in Versalien der Wahlspruch UP EWIG UNGEDEELT. Unterer Schild geteilt: rechts – durch die Schildrundung angeschnitten – in Rot eine silberne dreitürmige Burg mit geschlossenem Tor, über den Turmspitzen ein Kreuz und zwei Sterne (Hamburg Wappen), links in Blau eine silberne vierflügelige Holländerwindmühle. Über dem Wappen kann Schwarz und in voller Wappenbreite in Versalien der Schriftzug HAMBURG-EIDELSTEDT stehen.
Das Wappen für Eidelstedt wurde in den Jahren 2008 bis 2010 in einem quasi basis-demokratischen Prozess unter starker Einbeziehung der Eidelstedter Bevölkerung entwickelt. Initiatoren dieses Prozesses sind die drei Vereine Eidelstedter Bürgerhaus, Eidelstedter Bürgerverein und der Sportverein Eidelstedt. Jeder in Eidelstedt soll die Möglichkeit haben, das Stadtteil-Logo unentgeltlich als Identitätssymbol für seine Zwecke einzusetzen.
Das Eidelstedter Bürgerhaus ist ein Stadtteilkulturzentrum. Es wurde im Oktober 1980 im Gebäude der alten Schule Elbgaustraße gegründet. Neben kulturellen Veranstaltungen wie Theater, Comedy und Konzerten gibt es regelmäßige Kurse in den Bereichen Computer, Gesundheit, Kreatives und Sprache. 1984 fand hier der erste Chaos Communication Congress statt, ein vom Chaos Computer Club jährlich organisiertes Treffen.
Seit 1906 steht im Stadtteil eine Kirche des Architekten Hugo Groothoff, die seit den 1950er-Jahren den Namen Elisabethkirche trägt.
An der Kieler Straße nördlich der Güterumgehungsbahn liegt der Sola-Bona-Park (⊙53.60242249.9144735). Er bildet das südliche Eingangstor zur Eidelstedter Feldmark und hat seinen Namen von einer Inschrift an einer Villa im Park, die heute als KITA genutzt wird: „sola bona quae honesta“ („Nur die Dinge sind gut, die anständig sind“). Der ehemalige Besitzer war ein katholischer Geistlicher, der in Hamburg zum Protestantismus übergetreten war. Er richtete hier einen Gasthausbetrieb ein. Im Park legte er allerlei Laubengänge und Verstecke ein. Um die Ehrbarkeit seines Unternehmens vor der Welt darzutun, brachte er zur Tarnung den obigen Spruch an. Im Haus und Park spielte sich in Wirklichkeit ein höchst liederliches Leben ab.
Durch den Stadtteil verläuft in Nord-Süd-Richtung die Autobahn A 7, am Autobahndreieck Hamburg-Nordwest zweigt davon die A 23 nach Heide (Holstein) ab. Die Bundesstraße 4 führt ebenfalls durch Eidelstedt. Sie verläuft zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stellingen (Nr. 26, im gleichnamigen Stadtteil und an der A 7 gelegen) und Hamburg-Eidelstedt (Nr. 21, an der A 23) auf der Autobahn, die in diesem Bereich 1964 zur Umgehung des Eidelstedter Ortskerns eröffnet wurde. Dennoch ist bis heute die frühere Strecke der B 4 eine vielbefahrene Durchgangsstraße geblieben. Sie wurde in einigen Teilen zweispurig ausgebaut, besitzt jedoch eine Reihe von ein- und anderthalbspurigen Engpässen. Am Eidelstedter Platz trifft sie mit der äußersten der drei Hamburger Ringstraßen, dem Ring 3, zusammen, der im Bereich von Eidelstedt fast durchgehend einspurig ist. Regelmäßige Verkehrsstauungen zu den Spitzenzeiten sind die Folge. Davon mit betroffen sind die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs, die ihre hier entstandenen Verspätungen bis in entfernte Stadtteile tragen.
Am südwestlichen Rand Eidelstedts verläuft die Eisenbahnstrecke Hamburg-Altona–Elmshorn mit den umfangreichen Anlagen des Bahnbetriebswerks Hamburg-Eidelstedt, das 1991 auf dem Gelände des stillgelegten Rangierbahnhofs Eidelstedt eröffnet wurde, wo auch die Wartung der ICE-Züge vorgenommen wird. Am nördlichen Rand der Bahnanlagen verläuft die Strecke Diebsteich–Pinneberg der S-Bahn Hamburg mit den Bahnhöfen Eidelstedt (schon auf dem Gebiet von Stellingen) und Elbgaustraße der Linien S21 (Elbgaustraße – Aumühle) und S3 (Pinneberg – Stade). Nordwestlich des letzteren befindet sich das Instandhaltungswerk Elbgaustraße der S-Bahn Hamburg.
Am Bahnhof Hamburg-Eidelstedt trifft die Stammstrecke der Eisenbahn Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), die den Stadtteil in Nord-Süd-Richtung durchquert, auf die S-Bahn-Strecke. Die Züge der AKN (Linie A1) beginnen und enden hier. Der Eidelstedter Bahnhof ist zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 renoviert worden. Außerdem wurde im Jahre 2006 eine kreuzungsfreie Einfädelung der eingleisigen AKN-Strecke geschaffen. Der nördlich und etwas abseits des Eidelstedter Ortskerns gelegene Bahnhof Eidelstedt Ost wurde 2004 durch die modern anmutende Station Eidelstedt Zentrum ersetzt. Ab hier ist die Strecke in Richtung Norden zweigleisig. Am nördlichen Rand des Stadtteils befindet sich seit 2004 der neue Bahnhof Hörgensweg in der Nachbarschaft einiger großer Bau- und Supermärkte und der Julius-Leber-Gesamtschule.
Die südliche Grenze Eidelstedts bildet die Hamburger Güterumgehungsbahn nach Rothenburgsort, die nördlich des Eidelstedter Bahnhofs in den Bereich des ehemaligen Rangierbahnhofs einmündet und dort Anschluss an die Strecke nach Elmshorn–Neumünster hat.
In Eidelstedt verkehren die Metrobuslinien 4 (Wildacker – Hauptbahnhof ZOB/HafenCity) und 21 (Teufelsbrück, Fähre – U Niendorf Nord) sowie die Schnellbuslinie 39 (Teufelsbrück, Fähre – U Wandsbek Markt). Zusammen mit den Stadtbussen der Linien 181 (U/S Sternschanze – Jaarsmoor), 183 (Bahnhof Altona – Kalvslohtwiete), 185 (Neißestraße – Ellerhoop, Dorfstraße), 186 (S Othmarschen – S Halstenbek), 281 (S Krupunder – U Lattenkamp), 283 (Kalvslohtwiete – Elbe-Einkaufs-Zentrum) und 284 (Neißestraße – IKEA Schnelsen) sowie den drei Nachtbuslinien 603 (Rathausmarkt – Grothwisch), 613 (A-Eidelstedt Zentrum – S Krupunder) und 623 (Deepenbrook – Quickborn) hat der Stadtteil eine Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
In Eidelstedt erscheint seit mehr als 30 Jahren eine Stadtteilzeitung, der „Eidelstedter Anzeiger“ mit einer Auflage von rund 30.000 Exemplaren. Am 18. August 2012 erschien der „Eidelstedter Anzeiger“ zum ersten Mal unter seinem neuen Namen „MARKT“. Als weitere Publikation erscheint das „Eidelstedter Wochenblatt“.
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Fiqri Dine

Oberst Fiqri oder Fikre Dine (* 3. August 1897 bei Debar, Osmanisches Reich (heute Mazedonien); † 26. November 1960 in Brüssel) war eine albanische Militärperson und Ministerpräsident Albaniens im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung. Er war Mitglied der Balli Kombëtar.
Fiqri Dine war das Familienoberhaupt des sunnitisch-moslemischen Dine-Clans aus Debar.
Oberst Fiqri Dine wurde am 18. Juli 1944 Ministerpräsident Albaniens. Er war beeinflusst von den Ideen Mehdi Bej Frashëris und Abaz Kupis. Frashëri nutzte Dines Verbindungen zur Legaliteti, um dessen Vorsitzenden Kupi in die Regierung miteinzubeziehen. Nachdem Generalkonsul Martin Schliep und Josef Fitzthum, Beauftragter des Reichsführers SS für Albanien, sauer über Dines Kontakte zu den Alliierten wurden, wurde Dine am 29. August nach nur 43 Tagen abgesetzt.
Nach dem Krieg arbeitete Fiqri Dine zusammen mit Muharrem Bajraktari für das Albanische Komitee in Paris. Dine floh von Jugoslawien in das Königreich Griechenland. Er starb im Jahre 1960 in Belgien.