Aerologic

Leipzig/Halle
AeroLogic ist eine deutsche Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Schkeuditz und Basen auf den Flughäfen Leipzig/Halle und Frankfurt. Sie ist ein Joint Venture von DHL und Lufthansa Cargo.

AeroLogic ging aus einem seit 2004 bestehenden Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo hervor. Als Rechtsrahmen für das in der Planungsphase namenlose beziehungsweise nur als NewCo (new corporation, dt.: „Neue Gesellschaft“) bezeichnete Unternehmen wurde am 12. September 2007 die Vorratsgesellschaft Blitz 07-343 GmbH ins Handelsregister eingetragen. Am 9. Januar 2008 wurde der Name in Aerologic GmbH geändert, was offiziell am 28. Januar bekannt gegeben wurde. An der Gesellschaft halten DHL Express und Lufthansa Cargo einen Anteil von jeweils 50 Prozent.
Am 26. Mai 2009 erteilte das Luftfahrt-Bundesamt an AeroLogic die Betriebsgenehmigung für die Beförderung von Post und Fracht im gewerblichen Verkehr, nachdem es zuvor für die Frachtfluggesellschaft die erste in Deutschland registrierte Boeing 777 zugelassen hatte. Den offiziellen Flugbetrieb nahm AeroLogic am 19. Juni 2009 auf.
Für die Betriebsaufnahme wurden insgesamt acht werksneue Boeing 777F bestellt, die sich alle im Eigentum einer Leasinggesellschaft befinden. Die erste Maschine dieses Typs mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-AALA wurde mit dreimonatiger Verspätung geliefert, sie ist am 13. Mai 2009 um 15:24 Uhr auf dem Flughafen Leipzig/Halle eingetroffen und am 29. Juni zu ihrem ersten kommerziellen Flug gestartet.
Das Geschäftsmodell besteht im Wesentlichen aus Langstrecken-Frachtflügen im Auftrag der beiden Muttergesellschaften DHL und Lufthansa Cargo. Dementsprechend variieren auch die Flugziele, so fliegt AeroLogic hauptsächlich an Werktagen im Auftrag von DHL Express reguläre Luftpost zwischen Europa und Asien. An Wochenenden fliegen die Maschinen für Lufthansa Cargo von Leipzig/Halle und Frankfurt aus vorwiegend nach Asien und in die USA, zum Frachtdrehkreuz in Cincinnati/Ohio.
Seit 1. Juni 2015 fliegt Aerologic im Rahmen der „Fünften Freiheit“ auch ein Mal pro Woche nonstop zwischen Hongkong und Cincinnati/Ohio/USA. Der Flug schließt sich an den Flug Leipzig – Hongkong an und wird als Flug Cincinnati – Leipzig weitergeführt. Somit ergibt sich eine Weltumrundung über weite Teile der Nordhalbkugel der Erde.
Mit Stand Januar 2016 besteht die Flotte der AeroLogic aus acht Boeing 777F:
Air Berlin • Condor • Eurowings • Germania • Germanwings • LGW • Lufthansa • Lufthansa CityLine • Sunexpress Deutschland • TUIfly
Air Hamburg • air-taxi europe • Arcus-Air Logistic • Avanti Air • Bin Air • Businesswings • Clipper Aviation • FLN Frisia-Luftverkehr • Fly Alpha • MHS Aviation • OFD Ostfriesischer Flugdienst • Private Wings • PTL Luftfahrtunternehmen • Rhein-Neckar Air • Rotorflug • Senator Aviation Charter • WDL Aviation • Wiking Helikopter Service
ACM Air Charter • Atlas Air Service • Aero-Dienst • Air Independence • B-Air Charter • Challenge Air • DC Aviation • Eagle Aviation • EFD Eisele Flugdienst • FAI rent-a-jet • Hahn Air Lines • Jet Executive International Charter • Silver Cloud Air • Stuttgarter Flugdienst • Sylt Air • Windrose Air
Aerologic • DHL Aviation • European Air Transport Leipzig • Lufthansa Cargo • Nightexpress
Aero Flight • Aero Lloyd • Air Bremen • Air Cargo Germany • Air Commerz • Air Traffic • Amadeus Flugdienst • Atlantis • Augsburg Airways • Augusta Air • Aviaction • Bavaria Fluggesellschaft • Bavaria Germanair • Berline • Bizair • Blue Wings • Bremenfly • Bremerhaven Airline • Calair • Cirrus Airlines • City-air Germany • Contact Air • Conti-Flug • Dauair • dba • DELAG • Deutsche Luft-Reederei • EFS Flug-Service • Elbe Air • Elbeflug • EuroBerlin France • European Air Express • Excellent Air • Fairjets • FLM Aviation • Filder Air Service • Flugdienst Fehlhaber • Fox Air • FTI Fluggesellschaft • General Air • Germanair • Germania Express • German Cargo • German Sky Airlines • German Wings • HADAG Air • Hamburg Airlines • Hamburg Airways • Hamburg International • Hanseflug • Hanse Express • Hapag-Lloyd Express • Hapag-Lloyd Flug • Holiday Express • Interflug • Interregional Fluggesellschaft • Jetair • Jetline • Jet Connection • LTU • Luftverkehr Friesland Harle • Nordavia • Nürnberger Flugdienst • OLT Express Germany • Paninternational • Phoenix Air Service • Ratioflug Luftfahrtunternehmen • Regional Air Express • RFG – Regionalflug • Rumpler Luftverkehr • Saarland Airlines • Südflug • Tempelhof Airways • Tempelhof Express Airlines • Triple Alpha Luftfahrtgesellschaft • VHM Schul- und Charterflug • Vibroair • VIP-Flights • Wirtschaftsflug • XL Airways Germany

Anne Hilarion de Costentin de Tourville

Anne Hilarion de Costentin (auch: Cotentin), comte de Tourville (* 24. November 1642 château de Tourville, bei Coutances, La Manche; † 23. Mai 1701 in Paris) war ein französischer Admiral und Seeheld sowie Marschall von Frankreich unter Ludwig XIV.
Anne Hilarion de Costentin, comte de Tourville, trat im Alter von 15 Jahren in den Malteserorden ein und kämpfte gegen die Barbaresken. Im Jahre 1660 nahm er Dienst in der französischen Marine, wurde 1667 Schiffskapitän und befehligte von 1672 bis 1674 ein Linienschiff im Krieg gegen die Holländer und Spanier im Mittelmeer.
1675 diente er erst unter dem Chevalier de Valbette, dann unter Duquesne. Auf der Rückkehr von Agosta nach Frankreich vernichtete er 1677 bei Palermo zwölf Schiffe der holländisch-spanischen Flotte. 1680 zum Generalleutnant der Marine ernannt, beschoss er 1682, 1683 und 1688 Algier und nahm 1684 an der Beschießung von Genua teil.
Er wurde 1689 zum Vizeadmiral der Flotte du Levant (Mittelmeerflotte) ernannt und befehligte 1690 mit Jean II. d’Estrées das Geschwader, das die Unternehmung Jakobs II. in Irland unterstützte. Als Oberbefehlshaber der im Kanal aufgestellten französischen Flotte errang er in der Seeschlacht bei Beachy Head in der Nähe der Isle of Wight im Juli 1690 den Sieg über die aus 112 Schiffen bestehende britisch-holländische Flotte. Um die beabsichtigte Landung der Jakobiten an der britischen Küste zu ermöglichen, musste er in der Schlacht bei Barfleur am 29. Mai 1692 auf der Höhe des Kaps La Hague die aus 88 Schiffen bestehende britisch-holländische Flotte unter Admiral Russell mit 44 Schiffen angreifen, geriet aber ins Kreuzfeuer und musste sich zurückziehen.
1693 zum Marschall von Frankreich ernannt, kaperte er in der Seeschlacht bei Lagos im Juni vor der Südküste Portugals bei Lagos 27 Handels- und Kriegsschiffe eines britisch-holländischen Geschwaders und zerstörte 45 weitere bei der Verfolgung der übrigen. Er starb am 23. Mai 1701.
Die Mémoires de Tourville (Amsterdam 1758, 3 Bände) sind unecht.

Sun-Yat-sen-Mausoleum

Das Sun-Yat-sen-Mausoleum (chinesisch 中山陵, Pinyin Zhōngshān líng) ist das Grabmal für Sun Yat-sen, den ersten Präsidenten der Republik China, dessen Leichnam hier in einem verschlossenen Sarg liegt. Das Mausoleum befindet sich am Purpurberg in der chinesischen Stadt Nanjing, wurde in den Jahren 1926 bis 1929 nach Plänen des chinesischen Architekten Lu Yanzhi errichtet und im August 1933 eröffnet.

Kurz vor seinem Tod wiederholte Sun Yat-sen einen bereits früher geäußerten Wunsch: „Ich wünsche mir, dass ich nach meinem Tod am Fuße des Purpurberges in Nanjing begraben werde, da, wo die Provisorische Regierung der Republik China gegründet wurde. Und wir sollten die Revolution von 1911 nie vergessen.“ Nachdem der erste Präsident im Jahr 1925 gestorben war, veranstaltete die Staatsführung einen Architektenwettbewerb für ein würdiges Grabmal. Eine Kommission wählte den Entwurf von Lu Yanzhi aus, weil er sich an traditionelle chinesische Bauten anlehnte. Von 1926 und 1929 entstand am Hang des Purpurberges die im Folgenden beschriebene Anlage.
Im Jahr 1929 kam der Leichnam Sun Yat-sens in einem eigens angefertigten weißen Marmorsarg in das Ehrenmal.
Erst nach 1949, als die kommunistische Regierung Chinas die Rolle Sun Yat-sens in der Gründungsphase der Republik zunehmend anerkannt hatte, verbunden mit einer Annäherung an Taiwan, wurde das Mausoleum als historisch bedeutsame Gedenkstätte in Szene gesetzt. Täglich fahren viele Reisebusse, teils mit ausländischen Touristen, überwiegend mit Chinesen, zu der Anlage.
Im April 2005 stattete der taiwanische, frühere Kuomintang-Vorsitzende Lien Chan dem Mausoleum einen Besuch ab – der erste Besuch eines Kuomintang-Mitglieds seit der Revolution von 1949. Im November 2006 besuchte Suns Enkelin, Sun Huiying, das Mausoleum im Alter von 80 Jahren.
Das Gebäude auf dem Berg hat die Form einer Alarmglocke, gestaltet im chinesischen Pagodenstil. Baukundler sehen Ähnlichkeiten mit den monumentalen Gräbern der chinesischen Kaiser, vor allem mit dem Grab des ersten Ming-Kaisers, Hongwu, das sich etwa eine halbe Meile nach Westen auf dem gleichen Hang des Purpurberges befindet.
Die Gäste durchschreiten zunächst am Fuße der Anlage einen Erinnerungstorbogen mit der Aufschrift „Bo Ai“ (chinesisch für „Liebe“). Ein schwach aufwärts geneigter Weg führt an Gärten vorbei, begleitet von Informationstafeln über das Leben des Staatsgründers und von Pinien und Zypressen gesäumt. Am Fuße einer gewaltigen Treppe befindet sich ein Pavillon, in dem eine Gedenktafel zu Ehren Sun Yat-sens zu sehen ist und eine neun Meter hohe und vier Meter breite Stele, die lediglich vier geschnitzte chinesische Schriftzeichen enthält. Nach Durchquerung des Pavillons führt eine 480 Meter lange und 50 Meter breite Treppe mit 392 Stufen zum eigentlichen Mausoleum hinauf. Zwei Treppenteile im oberen Absatz umschließen ein stets mit Blumen in Symbolform bepflanztes Beet. Oben angekommen, stehen die Besucher vor drei Torbögen, ausgestattet mit symmetrischen Kupfertüren, die in die Gedenkanlage hineinführen. Der tempelartige Bau ist 30 Meter lang, 25 Meter breit und 29 Meter hoch.
In dessen Vorraum steht eine aus weißem Marmor geschlagene 4,60 Meter hohe Statue des sitzenden Sun Yat-sen, die Fahne der Kuomintang, ein weißer Stern auf blauem Grund, bildet ein Deckenmosaik.
Im Hauptraum, der sogenannten Opferhalle, befindet sich der Sarg Sun Yat-sens, dessen Deckel eine Marmorskulptur des liegenden Geehrten ziert.
Ein im Baustil angepasstes Gebäude ließ die chinesische Staatsführung im unteren Bereich der Gedenkanlage errichten. In dessen großer Halle wurde eine zweite Skulptur des sitzenden Sun Yat-sens aufgestellt, vor der ein roter Teppich liegt. In diesem mit roten Säulen und Emporen ausgestatteten Raum hält tagsüber eine Ehrenformation der chinesischen Armee in Paradeuniformen Wache, ihre Wachablösungen werden vor Publikum zelebriert.
Auf dem Gelände der Gedenkstätte sind neben Sun-Yat-sen auch seine Kampfgefährten Tan Yankai, Deng Yanda, Ōtsuki Kaoru und Lim Nee Soon beigesetzt.
32.064416666667118.84826944444Koordinaten: 32° 3′ 51,9″ N, 118° 50′ 53,8″ O

Einsiedelei des Gurnemanz

Die Einsiedelei des Gurnemanz ist eine Einsiedlerhütte an einer Waldlichtung in den Parkanlagen von Schloss Linderhof. Sie wurde im Sommer 1877 im Auftrag von König Ludwig II. nach einer Bühnenvorschrift Richard Wagners aus dem dritten Akt der Oper Parsifal gebaut.
Im August jenes Jahres teilte Ludwig II. seinem Freund Richard Wagner mit, dass er sich „eine Einsiedlerhütte, an einen Felsen gelehnt“ errichten ließ. Sie glich derjenigen „von Gurnemanz, nahe einer Wiese, die im nächsten Jahr zur blumigen Au sich verschönen wird“, hieß es in dem Brief.
„Eine Quelle fließt dicht dabei, alles mahnt mich dort an jenen feierlich ernsten Karfreitagsmorgen Ihres wonnevollen Parsifal, der mit überwältigender Macht mir bis in die tiefste Seele drang, der heiligst reinsten Rührung mir ins Auge treten ließ, mir, der wahrlich das Weinen nicht gewohnt ist. Dort auf geweihter Stätte höre ich ahnungsvoll schon die Silberposaunen aus der Gralsburg erschallen …“
Es gestaltete sich damals allerdings recht schwierig, die Wiese vor der Einsiedelei, dem königlichen Wunsch entsprechend, als „blumige Au“ erblühen zu lassen, denn die Einsiedelei des Gurnemanz lag im Gebirge auf einer Höhe von etwa 1.100 Metern über dem Meeresspiegel.
So wurde der Natur ein wenig nachgeholfen und vor jedem Besuch des Königs „mit Blumen reichlich versehene Rasenstücke“ an klimatisch begünstigter Stelle ausgegraben und vor der Einsiedelei des Gurnemanz wieder eingesetzt.
Die Einsiedelei mit ihrem Glockentürmchen ist nach 1945 verfallen und verschwunden. Inzwischen wurde sie aber originalgetreu wieder im Schlosspark errichtet.
47.568610.9681Koordinaten: 47° 34′ 7″ N, 10° 58′ 5″ O