Heimpersdorf

48.567510.984449Koordinaten: 48° 34′ 3″ N, 10° 59′ 2″ O
Heimpersdorf ist ein Kirchdorf und Ortsteil von Baar (Schwaben) im Landkreis Aichach-Friedberg, der zum Regierungsbezirk Schwaben in Bayern gehört. Zur Gemarkung Heimpersdorf gehören noch der Weiler Lechlingszell und die beiden Einödhöfe Oberperlmühle und Unterperlmühle.

Heimpersdorf liegt südlich von Baar im Tal der Kleinen Paar auf der Hochfläche des Unteren Lechrains der Aindlinger Terrassentreppe. Naturräumlich gehört es also zur Donau-Iller-Lech-Platte, die wiederum Teil des Alpenvorlandes ist, eine der Naturräumlichen Haupteinheiten Deutschlands.
Nur einige hundert Meter westlich an Heimpersdorf vorbei führt die nordsüdlich verlaufende Staatsstraße 2047 von Rain nach Aichach.
Erstmals wurde Heimpersdorf 1280 im Wittelsbacher Urbar unter Heimprehstorf, also Dorf des Heimprecht erwähnt. Es gehörte stets zum Landgericht Rain. Grundherren waren die Kurfürsten von Bayern in Gestalt des Kastenamts Rain und die Hofmark Unterbaar.
Die katholische Filialkirche St. Johannes Baptist gehört zur Pfarrei Sankt Michael im Nachbarort Osterzhausen. Bei der Kirche handelt es sich um eine Chorturmkirche. Der Turm stammt von 1520, das Schiff um 1670. In der kleinen Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes von Lechlingszell, die vom Kloster Thierhaupten erbaut worden war, befindet sich eine außergewöhnliche Pietà von 1720.
Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Heimpersdorf mit seinen Ortsteilen als selbstständige Gemeinde zum Landkreis Neuburg an der Donau und fiel dann mit der Kreisgebietsreform an den Landkreis Augsburg (zunächst mit der Bezeichnung Landkreis Augsburg-West). Am 1. Mai 1978 wurde Heimpersdorf in den Markt Thierhaupten eingemeindet. Am 1. Januar 1994 wechselte die Gemarkung Heimpersdorf nach einer Einwohnerabstimmung von Thierhaupten zur Gemeinde Baar (Schwaben), die am selben Tag nach langem Kampf ihre Selbstständigkeit wieder erlangte und damit zum Landkreis Aichach-Friedberg und zur Verwaltungsgemeinschaft Pöttmes kam.
Heimpersdorf mit Lechlingszell, Oberperlmühle und Unterperlmühle | Oberbaar | Unterbaar mit Dürnberg

Themistoklis Chatzistavrou

Chrysostomos II. (griechisch Αρχιεπίσκοπος Χρυσόστομος Β΄; * 1880 in Aydın; † 9. Juni 1968), weltlicher Name Themistoklis Chatzistavrou (Θεμιστοκλής Χατζησταύρου) war Erzbischof von Athen und ganz Hellas (1962–1967).
Themistoklis wurde 1880 in Aydin (Tralleis) geboren. Im Alter von 17 Jahren versuchte er mit Freunden, am Kampf der griechischen Armee gegen die osmanische Herrschaft teilzunehmen. Er beendete das Gymnasium auf Samos und absolvierte 1902 die Theologische Hochschule auf Chalkis. Im gleichen Jahr wurde er Diakon. Ab 1906 studierte er Jura an der Universität Lausanne.
Er wurde Archidiakon in der Metropolie Smyrna. Dort nahm er aktiv am Befreiungskampf in Makedonien teil. Für seine Aktivitäten wurde er in Saloniki zu vier Jahren Haft verurteilt. Er konnte jedoch fliehen. 1908 konnte er nach einer allgemeinen Amnestie der jungtürkischen Machthaber zurückkehren. 1910 beendete er sein Studium in Lausanne.
Am 26. Dezember 1910 wurde er Bischof von Tralleis und Vikar des Metropoliten von Smyrna. Am 16. März 1913 wurde er Metropolit von Philadelphia. Er wurde in der folgenden Zeit für seine politischen Aktivitäten zum Tode verurteilt, später begnadigt.
Am 19. Februar 1922 wurde er Metropolit von Ephesos. Im selben Jahr ging er nach Griechenland und wurde am 5. Februar 1924 Metropolit von Rhodos. Am 30. August 1924 wurde er Metropolit von Veroia, wo er sich auch um die zahlreichen griechischen Flüchtlinge aus Kleinasien kümmerte. Am 7. Oktober wurde er erster Metropolit von Philippi.
1961 saß er dem 1. Allorthodoxen Versammlung von Rhodos vor. Am 14. Februar 1962 wurde er Erzbischof von Athen und ganz Hellas. Am 11. Mai 1967 wurde er auf Druck der neuen politischen Führung in Athen abgesetzt.
Am 9. Juni 1968 starb er. Er ist auf dem Ersten Athener Friedhof begraben.

Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation

Die sog. Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) wurde nach eigenen Angaben am 21. Mai 2014 in der Justizvollzugsanstalt Tegel gegründet. Die Rechtsform der sog. Gewerkschaft ist unklar; eine Eintragung in das Vereinsregister ist bislang (Stand: 1. Dezember 2015) nicht erfolgt. Sie wurde vereinzelt als weltweit erste Gefangenengewerkschaft ihrer Art bezeichnet, obwohl bereits 1968 ähnliche Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet wurden.

Die Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) stützt sich auf Art. 9 des Grundgesetzes, das in Absatz 3 das Recht beinhaltet, „zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden“ (Koalitionsfreiheit). Die zentralen Forderungen der GG/BO sind die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns für arbeitende Gefangene und die Gesetzliche Rentenversicherung für Inhaftierte. Letztlich erstrebt die GG/BO die volle Gewerkschaftsfreiheit für Gefangene in deutschen Haftanstalten an.
Bei ver.di gibt es bereits Ansprechpartner für arbeitende Häftlinge. Über aktive Gewerkschaftsarbeit in JVAs ist jedoch nichts bekannt.
Die GG/BO hat nach eigenen Angaben (Stand Mai 2015) 700 Mitglieder in über 50 Haftanstalten in ganz Deutschland, ohne dass allerdings näheres über einen Mitgliedsstatus und Mitgliederrechte bekannt wäre. Neben der JVA Tegel werden die Justizvollzugsanstalt Landsberg und Justizvollzugsanstalt Willich als Anstalten mit hohem Organisationsgrad erwähnt.
Im Juli meldete die GG/BO dass in der Frauen-Justizvollzugsanstalt Willich II (NRW) sich nun 25 inhaftierte Frauen der GG/BO angeschlossen hätten, was einem Organisationsgrad von rund 15 Prozent entspräche.
Mehmet Aykol (inhaftiert in der JVA Tegel) ist der „Rechtssekretär“ der Gefangenengewerkschaft. Laut der Zeitung Jungle World wurde er von der Vollzugsbehörde in Berlin vor die Alternative gestellt, seine Gewerkschaftsfunktion aufzugeben oder die Vollzugslockerungen, die Aykol nach 18 Jahren Haft erhalten sollte, zu verlieren. Aykol entschied sich für die Gewerkschaft und verzichtete auf Haftlockerungen.
Nachdem Häftlinge in der JVA Tegel gegen die Einbehaltung von Gewerkschaftsmaterialien Einspruch erhoben hatten, bestätigte das Berliner Landesgericht diese Praxis und berief sich auf den Schutz der Gefangenen. In ihrer Begründung schrieb es: »Die Gefangenen können sich den ihnen aufgedrängten Informationen und Werbemaßnahmen nicht in gleicher Weise entziehen wie in Freiheit lebende Menschen.«
In Deutschland gibt es rund 41.000 arbeitenden Inhaftierte (Stand 2015). Häftlinge verdienen derzeit in deutschen Gefängnisse 150 bis 200 Euro pro Monat. „Die Häftlinge erwerben aktuell Ansprüche auf Arbeitslosenversicherung, die privaten Unternehmen zahlen aber keinerlei Sozialbeiträge, daher geht dies auf Kosten der Allgemeinheit. Die Gefangenen fordern, dass die Unternehmen Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge in die Sozialkassen einzahlen. Auch die Altersarmut vieler Gefangener wird vom Staat bezahlt, daher würde ein Einbezug der Unternehmen die Steuerzahler entlasten.“ sagte der Politikwissenschaftler und Streikforscher Jörg Nowak (Universität Kassel) im Bezug auf den Streik in Butzbach. Alle JVAs würden Plus machen, eben durch die Arbeit in den Gefängnissen. „Wenn von einem Lohn mit Mindestlohn, also etwa 1200 Euro netto, die Kosten für Essen und Unterkunft abgezogen werden als Beitrag der Häftlinge, würde den Gefangenen immer noch etwa doppelt so viel bleiben, wie sie jetzt bekommen.“
Die GG/BO kritisiert, dass die deutschen Gefängnisse in den letzten Jahrzehnten »zusehends zu Produktionsstätten und Fabrikanlagen geworden« sind. Von Tüten kleben und Kugelschreiber zusammendrehen könne keine Rede mehr sein. „Knäste sind Sonderwirtschaftszonen, in denen sozial- und arbeitsrechtliche Standards nicht oder nur völlig unzureichend existieren“ schreibt die Gefangenegewerkschaft.
Oliver Rast, Sprecher der GG/BO teilte am 2. Dezember mit, dass Inhaftierte in der JVA Butzbach in einen Hungerstreik getreten seien. Hintergrund sei ihre Situation in der JVA. Die Gefangenen gelangten an ein internes Papier der JVA aus dem hervorging, dass die Arbeitskosten für die hergestellten Sprungmatten bei 0,1 bis 0,32 Prozent des Verkaufspreises liegen. 130 der rund 500 Inhaftierten des Hochsicherheitsgefängnisses hatten eine Petition unterzeichnet, in der sie unter anderem „volle Gewerkschaftsfreiheit hinter Gittern“, die Auszahlung des Mindestlohns für ihre Arbeit in den anstaltseigenen Werkstätten sowie die Aufnahme in die Rentenversicherung fordern. Die Wetterauer Zeitung berichtete, dass ein Gewerkschaftsvertreter in der JVA Butzbach für sein Engagement in Einzelarrest genommen worden sein soll. Jürgen Rößner, der GG-Vertreter, befinde sich seit Ende September 2015 in 23 stündigen Einschluss, sagte Oliver Rast. Ein Sprecher des Justizministerium Hessen bestritt dies. Im Dezember befanden sich nach unbestätigten Informationen 4 bis 5 Häftlinge im Hungerstreik.
„Reine Arbeitsverweigerung würde wegen des Arbeitszwanges juristisch als »Meuterei« gelten, die hart bestraft wird. Beim Hungerstreik sind die Gefangenen aus medizinischen Gründen von der Arbeitspflicht entbunden.“ erklärte Jörg Nowak die Form des Protestes.
Wie viele Insassen genau streiken, war nicht klar, da nur postalische Kommunikation in JVAs möglich ist. Oliver Rast fürchtete, dass die JVA-Leitung massiven Druck auf die Streikenden ausübt. „Da greifen dann gefängnisinterne Systematiken“, sagt er der taz.
Nachdem ein Teil der Insassen dr JVA butzbach in Hungerstreik getreten waren, unterstützte die Linke im Hessischen Landtag die Forderungen der GG/BO. „Dass die Gefangenen in den Hungerstreik treten, wirft kein gutes Licht auf Justizministerin Eva Kühne-Hörmann“, sagt Marjana Schott (Die Linke), im Hessischen Landtag Sprecherin ihrer Fraktion für Justizvollzug. Es gebe keinerlei nachvollziehbare Begründung, warum zwar Beiträge in die Arbeitslosenversicherung der Häftlinge, nicht aber für deren Rentenversicherung gezahlt würden. Eine fortschrittliche Ministerin würde sich für das Thema starkmachen, meinte Schott.
Die Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation wird von den Vollzugsbehörden nicht als „echte Gewerkschaft“ anerkannt, da Gefangene keine Arbeitnehmer seien und die Inhaftierten über die Gefangenenmitverantwortung (vgl. § 160) Einfluss nehmen könnten. Darüber hinaus bestehe für Gefangene nach dem Strafvollzugsgesetz (§ 41) eine Arbeitspflicht. Unabhängig von grundsätzlichen Erwägungen sieht die Leiterin der JVA Willich, Peters, die sog. „Gewerkschaft“ auch als „dubiosen Verein“ an. Das Justizministerium in NRW ist der gleichen Ansicht. Eine Gewerkschaft der Häftlinge hält das Justizministerium NRW „nicht unbedingt für nötig“, wie ein Sprecher sagte.
Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) sagte im Herbst 2015, dass die Gefangenengewerkschaft nicht als Verhandlungspartner anerkannt werde; die JVA-Insassen besäßen keinen Arbeitnehmerstatus und würden daher auch nicht unter das Koalitionsrecht fallen.
Ordnungspolitisch sei es aber keine Gewerkschaft, erklärt Sandro Witt vom DGB Thüringen. „Wenn ich es jetzt richtig einordnen soll, es ist ein Versuch sich zu organisieren. Das ist von Artikel 9, Absatz 3 Grundgesetz geschützt. Aber es ist eine Organisationsform, die noch nicht Gewerkschaft ist. Sondern es ist eine Interessensgemeinschaft.“ sagte er dem MDR.

Bill Foulkes


William Anthony „Bill“ Foulkes (* 5. Januar 1932 in St Helens; † 25. November 2013) war ein englischer Fußballspieler und -trainer.

Foulkes wurde 1932 in St Helens in der Grafschaft Lancashire geboren. Sein Großvater war Kapitän der englischen Rugbynationalmannschaft. Die ersten Erfahrungen mit dem Fußball machte der Engländer beim Whiston Boys Club. In der Anfangszeit seiner Karriere arbeitete er in der Lea-Green-Kohlengrube.
Der Engländer wurde 1950 von Matt Busby zu Manchester United geholt. Seine bevorzugte Position war im Verlauf der Karriere die des Innenverteidigers bzw. des Vorstoppers. Er bestritt 679 Pflichtspiele für die Red Devils und ist damit noch heute hinter Ryan Giggs und Sir Bobby Charlton der Spieler mit den drittmeisten Einsätzen für den Verein. In den Spielzeiten 1957/58, 1959/60, 1963/64 und 1964/65 bestritt der Verteidiger alle Spiele in der Saison. Foulkes erzielte neun Pflichtspieltore in 18 Spielzeiten als Profi, gewann dabei vier Meisterschaften, einen FA Cup, sowie im Jahr 1968 einmal den Europapokal der Landesmeister. Trotzdem spielte er nur ein Mal für die englische Fußballnationalmannschaft.
Foulkes wurde 1950 während eines Spiel für den Whiston Boys Club von Manchester United entdeckt. Er unterschrieb im März desselben Jahres 18-jährig seinen ersten Profivertrag und wurde im August 1951 in die erste Mannschaft befördert. Sein Pflichtspieldebüt gab er am 12. Dezember 1952 als rechter Außenverteidiger gegen den FC Liverpool. In dieser Zeit absolvierte er auch zwei Spiele für die englische U-23-Auswahl. Parallel arbeitete Foulkes weiterhin halbtags in der Kohlenmine, da er von seinen eigenen Qualitäten als Fußballprofi noch nicht überzeugt gewesen war. Das erste Tor für die „Red Devils“ schoss Foulkes am 2. Januar 1954 im St. James’ Park gegen Newcastle United. Am 2. Oktober 1954 spielte er gegen Nordirland (2:0) das erste und letzte Mal für die englische Nationalmannschaft. Nach der Einberufung ins Team gab der Verteidiger seine Arbeit in der Mine auf, um sich nun voll auf den Fußball zu konzentrieren. In der Saison 1955/56 gewann Foulkes seine erste englische Meisterschaft und knapp zwei Jahre später war Bill Foulkes Mitglied der United-Mannschaft, die am 6. Februar 1958 nach einem Europapokalspiel auf British-European-Airways-Flug 609 auf dem Flughafen München-Riem verunglückte. Während Mannschaftskameraden wie beispielsweise Duncan Edwards, Tommy Taylor und Roger Byrne verstarben, blieb Foulkes aber nahezu unverletzt und konnte seine Karriere unmittelbar fortsetzen.
Nach dem Flugzeugunglück wurde Foulkes Kapitän der Red Devils und dabei Nachfolger von Roger Byrne. Die dezimierte Mannschaft belegte anschließend nur den neunten Platz in der Meisterschaft und schied zudem im Landesmeisterpokal im Semifinale aus. In der Saison 1962/63 erreichte Manchester United nur den 19. Rang in der Liga, gewann dafür aber das FA-Cup-Finale gegen Leicester City. In der Saison 1964/65 errang Manchester United die erste englische Meisterschaft seit dem Flugzeugunglück.
Drei Jahre später errang Bill Foulkes international seinen größten Erfolg, nachdem Manchester United in der vorangegangenen Spielzeit ein weites Mal Meister geworden war. Bill Foulkes war neben Bobby Charlton der einzige Überlebende des Unglücks von München, der auch zehn Jahre später noch Teil der Mannschaft war. Im Halbfinale des europäischen Landesmeisterpokalwettbewerbs stand der Klub Real Madrid gegenüber und nach einem 1:0-Hinspielerfolg in Old Trafford, lag United zur Halbzeit des Rückspiels mit 1:3 hinten. Das Spiel endete schließlich 3:3 und Bill Foulkes besorgte in der 77. Minute selbst den Ausgleich zum Endstand. Im Endspiel wurde Benfica Lissabon nach zwei Toren von Bobby Charlton in der Verlängerung mit 4:1 besiegt.
Das letzte seiner 683 Pflichtspiele machte Foulkes am 16. August 1969 gegen den FC Southampton.
Unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn begann Foulkes seine Tätigkeit als Trainer. Von 1970 bis 1975 betreute er die Jugendspieler von Manchester United und arbeitete anschließend vorzugsweise im Ausland. Dazu zählten in den USA die Vereine Chicago Sting, Tulsa Roughnecks und San José Earthquakes, sowie in Norwegen die Klubs IL Bryn, Steinkjer FK, Lillestrøm SK und Viking Stavanger. Mit seinem letzten Engagement in Japan beim FC Mazda (heute: Sanfrecce Hiroshima) verließ er nach mehr als vierzig Jahren im Geschäft den Fußballsport.
Seit Juni 2000 führte Foulkes japanische Touristen durch das Old-Trafford-Stadion.

Mercator (Schiff, 1932)

Die Mercator ist ein 1932 gebautes Segelschulschiff der belgischen Handelsflotte.

Im Jahr 1931 gab die belgische Regierung den Bau eines neuen Segelschulschiffs für die Ausbildung des Seemannsnachwuchses der Handelsflotte in Auftrag. Es wurde Anfang 1932 bei der schottischen Werft Ramage and Ferguson in Leith vom Stapel gelassen und am 7. April 1932 von der Betreibergesellschaft, der „Association Maritime Belge“ in Betrieb genommen. Anfangs segelte es als Toppsegelschoner, nach einer Grundberührung mit Schäden im Vorschiff und an der Takelage auf der Jungfernreise ließ man das Schiff auf einer Werft in der Normandie zur Barkentine umtakeln.
Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs führte das Schiff mehrere Reisen durch. Bemerkenswert war hier besonders die siebte Reise vom 3. Oktober 1934 bis zum 21. Mai 1935, auf der zunächst eine belgisch-französische Forschungsexpedition zur Osterinsel befördert und Monolith-Skulpturen der Insel für europäische Museen mitgenommen wurden. Es wurden des Weiteren aber auch die Inseln Pitcairn, Tahiti, Papeete und die Marquesas-Inseln sowie Honolulu angelaufen.
Im Jahr 1936 brachte die Mercator den Leichnam des 1889 verstorbenen flämischen Missionars Vater Damian de Veuster von Molokai nach Belgien zurück.
Am 21. Februar 1940 verließ die Mercator den Hafen Ostende zu seiner zwanzigsten und letzten Vorkriegsreise über Rio de Janeiro nach Boma. Am 11. Januar 1943 übernahm die britische Admiralität das Schulschiff und setzte es unter britischer Flagge als U-Boot-Depotschiff nach Freetown, Sierra Leone, in Fahrt, wo es bis August 1945 im Dienst der Briten verblieb.
Nach Kriegsende beendete das Schiff am 18. Januar 1947 im Schlepp der Empire Mary seine Rückreise in sein Heimatland. Erst im Folgejahr wurde das Schiff wieder an Belgien übergeben und einer Überholung und Modernisierung unterzogen, an der sich Großbritannien als Anerkennung der geleisteten Dienste finanziell beteiligte. Am 20. Januar 1951 nahm die Mercator schließlich wieder den Schulbetrieb auf See auf. Bis zum August 1960 verblieb das Schiff in Fahrt. Während seiner aktiven Dienstzeit unternahm der Ausbildungssegler insgesamt 41 Ausbildungsreisen, auf denen er sowohl wissenschaftliche Aufgaben durchführte aber auch an gesellschaftlichen Ereignisse teilnahm. So trat die Mercator beispielsweise zu den Großseglerrennen von Torbay nach Lissabon (1956), von Brest zu den Kanarischen Inseln (1958) oder von Oslo nach Ostende (1960) an.
Eine bemerkenswerte Eigenheit der Mercator ist die Tatsache, dass sie in den Jahren ihrer aktiven Zeit von nur zwei Kapitänen geführt wurde. Von ihrer Indienststellung bis 1955 führte R. Van de Sande das Schiff, danach übernahm Kapitän R. Ghys das Kommando bis 1960.
Ab 1961 war die Mercator aufgelegt, bevor sie 1963 als Museumsschiff im alten „Zweiten Handelsdock“ in Ostende festgemacht wurde. Ihr zu Ehren benannte man das Hafenbecken mit ihrem Liegeplatz in „Mercatordock“ um.
51.2269082.919979Koordinaten: 51° 13′ 36,9″ N, 2° 55′ 11,9″ O

Ottoherscheid

50.9781697.215932Koordinaten: 50° 58′ 41″ N, 7° 12′ 57″ O
Lage von Ottoherscheid in Bergisch Gladbach
Ottoherscheid ist ein Ortsteil im Stadtteil Bärbroich von Bergisch Gladbach.
Bei der Ortschaft Ottoherscheid handelt es sich um einen mittelalterlichen Siedlungsnamen, der im Urkataster als Otto Herscheid verzeichnet ist. Das Grundwort herscheid ist auch in die Siedlungsnamen Dresherscheid und Wüstenherscheid eingeflossen. Es lässt sich aus der früheren Form Haenscheid erschließen. Haen stellt eine Nebenform von „Hain/Hohn“ (in Flurnamen = eingehegter Wald) dar, während „scheid“ generell eine Grenze (auch bewaldete Erhöhung) bezeichnet. Demzufolge lässt sich herscheid als Waldgrenze bzw. Grenzwald deuten.
Laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln besaß der als „Bauergüter“ kategorisierte Ort 1845 vier Wohnhäuser. Zu dieser Zeit lebten 41 Einwohner im Ort, alle katholischen Glaubens.
Branderhof | Broich | Broichhausen | Dorn | Dreispringen | Dresherscheid | Hasselsheide | Herlen | Juckerberg | Kiel | Kotzfeld | Külheim | Oberselbach | Ottoherscheid | Scheurenhöfchen | Stockberg | Wildphal | Wohn | Wolfsiefen | Wüstenherscheid

Sfax Railways Sports

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Sfax Railways Sports ist ein tunesischer Sportverein aus der Hafenstadt Sfax und spielte während der Saison 2013/14 in der zweiten tunesischen Liga. Die Vereinsfarben des tunesischen Zweitligisten sind Schwarz-Gelb. Der Verein spielt im Stadion des 2. März, das Platz für 4.000 Zuschauer bietet. Im Volksmund wird der Verein oft einfach nur SRS oder Railways genannt.
Sfax Railways Sports wurde 1920 unter dem Namen Université Club gegründet, ein Jahr später wurde der Name zu Sporting Club de Sfax geändert. Schlussendlich wurde 1925 der noch heute verwendete Name angenommen. Der Verein spielte seit der Unabhängigkeit Tunesiens, mit einigen Unterbrechungen, bis 1995 in der höchsten tunesischen Spielklasse und errang in der Zeit drei Meisterschaften und erreichte dreimal das Finale des tunesischen Pokals. Von dem Abstieg in der Saison 1994/95 konnte sich der Klub aus Sfax nie erholen und ist seit dem nicht mehr in die erste Liga aufgestiegen. SRS verbrachte 34 Spielzeiten in der ersten Liga und spielte 856 Spiele. 258 Siege, 288 Unentschieden und 310 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 871 zu 966 Toren sind die Bilanz des Klubs in der ersten Liga. Der Verein konnte finanziell nicht mithalten und musste nach dem Abstieg verstärkt auf Spieler aus den eigenen Reihen setzen. Die Jugendarbeit des Teams hat viele Erstligisten hervorgebracht, vor allem für den Stadtrivalen Club Sportif Sfaxien. Die Rivalität ist aufgrund der Tatsache, dass die beiden Klubs seit Jahrzehnten in verschiedenen Ligen spielen, CSS in der ersten Liga und Railways in der zweiten beziehungsweise dritten Liga, nicht mehr so brisant und wurde seit 1995 nicht mehr ausgespielt. Während der Club Sportif Sfaxien zu den Topklubs in Tunesien und Afrika gezählt wird, spielt Sfax Railways Sports sportlich gesehen nur eine untergeordnete Rolle. Zwischen 1956 und 1995 wurde das Derby 68-mal gespielt, Club Sportif Sfaxien hat in der Vergangenheit 32 Siege errungen, 9-mal gewann Sfax Railways und 27-mal endete das Derby mit einem Unentschieden. Sfax Railways Sports erzielte im Derby 49 Tore und kassierte 90. Als höchster Derbysieg für die Schwarz-Gelben gilt das 3:0 aus der Saison 1955/56, die höchste Niederlage im Stadtderby war ein 0:5 aus der Saison 1982/83.

Afenifere

Die Afenifere ist eine sozio-politische Organisation in Nigeria, die besonders im Südwesten des Landes zu den einflussreichsten Interessenverbänden zählt.
„Afenifere“ („diejenigen, die Gutes wünschen“) war ursprünglich nur der Yoruba-Name der 1951 in Owo gegründeten Action Group, einer politischen Partei, die in der Südwestregion dominierte. Nach dem Militärputsch von 1966 wurden sämtliche politischen Parteien aufgelöst und verboten. In dieser Situation gründete sich die Afenifere, welche die vom Gründer der Action Group Obafemi Awolowo formulierten Prinzipien: Modernisierung, Demokratisierung und Föderalismus als parteiunabhängiger Interessenverband weiterverfolgte. Auch nach Wiedereinführung der Demokratie im Jahre 1979 und dann erneut 1999 konstituierte sich die Afenifere nicht wieder als politische Partei, sondern fungierte als politisch-ideologischer Machtblock zwischen den Parteien. Die Afenifere hatte während der Militärdiktatur unter Ibrahim Babangida und Sani Abacha wesentlichen Anteil an der Koordinierung der demokratischen Opposition im Lande.
Heutzutage übt sie erheblichen Einfluss auf die zweitstärkste Oppositionspartei der Alliance for Democracy (AD) aus. Sie ist eingetragenes Mitglied im Yoruba Leaders Forum, einem Dachverband der Yoruba, dem auch die ethnische Miliz Oodua People Congress (OPC) angehört. Behauptungen, nach denen der OPC der militante Arm der Afenifere sei, werden von beiden Seiten stets verneint. Die Afenifere, die nach ihrem Selbstverständnis nicht nur Sprecher der Yoruba Minderheit ist, sondern konsequent das Prinzip des Regionalismus für ganz Nigeria vertritt, findet parteiübergreifend Zustimmung bei vielen progressiven Politikern in Nigeria. Sie ist daher nicht mit der soziokulturellen Yorubaorganisation Egbe Omo Oduduwa zu verwechseln.

Kanton Vauvert

Der Kanton Vauvert ist eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Nîmes, im Département Gard und in der Region Languedoc-Roussillon; sein Hauptort ist Vauvert.
Der Kanton besteht aus vier Gemeinden mit 20.934 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013).
Aigues-Mortes • Alès-1 • Alès-2 • Alès-3 • Bagnols-sur-Cèze • Beaucaire • Calvisson • La Grand-Combe • Le Vigan • Marguerittes • Nîmes-1 • Nîmes-2 • Nîmes-3 • Nîmes-4 • Pont-Saint-Esprit • Quissac • Redessan • Roquemaure • Rousson • Saint-Gilles • Uzès • Vauvert • Villeneuve-lès-Avignon
Aigues-Mortes | Alès-Nord-Est | Alès-Ouest | Alès-Sud-Est | Alzon | Anduze | Aramon | Bagnols-sur-Cèze | Barjac | Beaucaire | Bessèges | Génolhac | La Grand-Combe | Lasalle | La Vistrenque | Lédignan | Le Vigan | Lussan | Marguerittes | Nîmes-1 | Nîmes-2 | Nîmes-3 | Nîmes-4 | Nîmes-5 | Nîmes-6 | Pont-Saint-Esprit | Quissac | Remoulins | Rhôny-Vidourle | Roquemaure | Saint-Ambroix | Saint-André-de-Valborgne | Saint-Chaptes | Saint-Gilles | Saint-Hippolyte-du-Fort | Saint-Jean-du-Gard | Saint-Mamert-du-Gard | Sauve | Sommières | Sumène | Trèves | Uzès | Valleraugue | Vauvert | Vézénobres | Villeneuve-lès-Avignon

Domstürmer

Domstürmer ist eine Kölner Mundart-Band.

Die Band wurde 2006 in Köln gegründet und besteht aus den Musikern Micky Nauber (Gesang), Stevie Gable (Gitarre), Hanz Thodam (Bass), Hotti Hörter (Schlagzeug) und Stephan Christ (Keyboard). Stevie Gable (Ex-Mitglied der Band Wanderer) ist seit dem Jahreswechsel 2013/2014 Gitarrist bei der Band und ersetzte Gründungsmitglied Marcus Maletz. Hanz Thodam (Ex-Mitglied der Gruppen Hanak und Blootsbröder) ist seit 1. September 2014 Mitglied der Band und löste Gründungsmitglied Piddy Kiel am Bass ab.
Zu den bekanntesten Liedern gehören Happy Weekend , Mach dein Ding , Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein, Naturbeklopp , Hollywood und Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sunnesching
Seit 2008 geben sie bis zu dreimal jährlich Konzerte in einer fahrenden Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe.
Im Oktober 2011 wurde das erste Album Mach Dein Ding veröffentlicht. Die Veröffentlichung des zweiten Studioalbums Stadt Land Fluß folgte im Januar 2014, aus dem zuvor in der laufenden Karnevalssession der Titel Naturbeklopp als Single erschien.
Im Mai 2014 folgte mit dem Song Minge Wääch eine zweite Singleauskopplung. Zeitgleich erschien das Musikvideo zum Song, in dem Sportler mit Behinderung mitwirken. Darunter Spieler des Bundesliga Rollstuhlbasketballvereins RBC Köln 99ers , der Leichtathlet und Juniorenweltmeister Philipp Waßenberg sowie der Schwimmer und Juniorenweltmeister Bastian Fontayne. Das Musikvideo feierte im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln Premiere.
Im November 2015 wurde das dritte Album Wellkumme em Klub veröffentlicht. Am Vortag der Albumveröffentlichung wurde das Album live im Yard Club der Kantine in Köln von der Band präsentiert
Für das Musikprojekt Kölsche Heimat – Ahle Schätzje neu lackeet spielten die Domstürmer 2015 eine neue Version des Colonia Duett- Klassikers De Fleech ein.