Porphyrio mcnabi

Porphyrio mcnabi ist ein ausgestorbenes Purpurhuhn, das auf der zu den Gesellschaftsinseln gehörenden Insel Huahine endemisch war. Das Artepitheton ehrt den Zoologen Brian K. McNab, der über die Evolution und physiologische Ökologie flugunfähiger Vögel, insbesondere Rallen, auf den Pazifikinseln forschte. Die subfossilen Überreste wurden in der Fundstelle Faʻahia zu Tage gefördert.
Der Holotypus ist ein nahezu vollständiger rechter Oberschenkelknochen. Die Paratypen umfassen einen distalen linken Oberschenkelknochen und einen linken Oberschenkelknochen, bei dem das distale Ende fehlt. Porphyrio mcnabi war ein kleines Purpurhuhn. Es hatte eine ähnliche Körpergröße wie das Zwergsultanshuhn (Porphyrio martinica) und der ebenfalls ausgestorbene Koau (Porphyrio paepae). Es war größer als das Bronzesultanshuhn (Porphyrio alleni) und das Azursultanshuhn (Porphyrio flavirostris), aber kleiner als die ausgestorbene Nordinseltakahe (Porphyrio mantelli), die Südinseltakahe (Porphyrio hochstetteri), das gewöhnliche Purpurhuhn (Porphyrio porphyrio) und das ausgestorbene Neukaledonische Purpurhuhn (Porphyrio kukwiedei). Es ist wahrscheinlich, dass die drei Oberschenkelknochen zu einem adulten Weibchen, einem juvenilen Männchen und einem weiteren juvenilen Vogel gehören. Aufgrund fehlender Skelettelemente des Flugapparates und des Schultergürtels lässt sich nicht schlüssig feststellen, ob Porphyrio mcnabi flugfähig war oder nicht.
Porphyrio mcnabi ist vermutlich während der frühen Besiedlung der Gesellschaftsinseln durch den Menschen zwischen 700 und 1200 n. Chr. ausgestorben.

Gaspar Betancourt Cisneros

Gaspar Betancourt Cisneros (auch „Gaspar Betancourt y Cisneros“ geschrieben; * 28. April 1803 in Puerto Principe, heute Camagüey; † 7. Dezember 1866 in Havanna) war ein Kubanischer Unternehmer und Autor. Er kämpfte für die Unabhängigkeit und wirtschaftliche Modernisierung Kubas. Er ist auch unter seinem Pseudonym „El Lugareño“ (span. „der Dörfler“) bekannt.

Nach Beendigung seiner Ausbildung 1822 in Camagüey ging er nach Philadelphia in den USA und arbeitete in einem Handelshaus. Während dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu José Antonio Saco und anderen kubanischen und südamerikanischen Persönlichkeiten. 1823 wurde er Mitglied einer kubanischen Kommission die von New York nach Venezuela zu Simon Bolivar reiste um in Kuba eine Aufstandsbewegung gegen die spanische Kolonialmacht zu entwickeln.
Er wirkte ebenfalls an der in Havanna erscheinenden Wochenzeitschrift El Mensajero semanal mit, welche ab 19. August 1828 erschien und aufgrund politischen Druckes am 29. August 1831 eingestellt wurde. 1834 kehrte er nach Kuba zurück, wo er sich für den Bau der ersten Eisenbahnlinie Kubas 1836 von Puerto Principe nach Nuevitas und für eine bessere Bildung der Bevölkerung einsetzte. Ab 1837 schrieb er für die Gaceta de Puerto Príncipe, weiterhin arbeitete für das El Fanal (Camagüey) und das El Siglo in Havanna. 1846 musste er auf Anordnung von Capitán General O’Donell das Land verlassen. In New York nahm die politische Arbeit als President der kubanischen Gesellschaft auf. 1856 ging er nach Europa wo er zunächst in Florenz lebte und danach in Paris, bis er 1861 nach Kuba zurückkehrte. Dort schrieb mit J. S. Thrasher Addresses delivered at the celebration of the third anniversary of the martyrs for Cuban freedom (Botschaft zur Feier des dritten Jahrestages der Martyrer der kubanischen Freiheit)
Die nach ihm benannte parallel zur Avendida Republica verlaufende Straße in Camagüey trägt sein Pseudonym El Lugareño und verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Stadtzentrum.
Ferrocarriles de Cuba

Antonios Antoniadis

Antonios Antoniadis (* 2. Mai 1985 in Aachen) ist ein belgischer Politiker der Sozialistischen Partei (SP). Nachdem er im Oktober 2011 zum Regionalpräsidenten der SP für das belgische Gebiet deutscher Sprache gewählt wurde, ist er seit dem 30. Juni 2014 Minister der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, zuständig für die Bereiche Familie, Gesundheit und Soziales.

Antonios Antoniadis verbrachte zunächst einen Teil seiner Jugend in Griechenland, bis er mit seinen Eltern nach Eupen in Belgien zog. Nachdem er die deutsche Sprache erlernt hatte, erlangte er im Jahr 2004 das Abitur an der Pater-Damian-Sekundarschule in Eupen. Nach einem abgebrochenen Jura-Studium erlangte Antoniadis 2010 ein Diplom in Sprach- und Kommunikationswissenschaften sowie in Betriebspädagogik und Wissenspsychologie an der RWTH Aachen.
Seine ersten Schritte in der Politik beging Antonios Antoniadis als unabhängiges Mitglied der Jungen Mitte, einer der Christlich Sozialen Partei (CSP) nahe stehenden Jugendorganisation, bevor er sich später für die SP entschied. Zunächst als Mitarbeiter im Kabinett des Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Karl-Heinz Lambertz, eingestellt, wurde er im Oktober 2011 im Alter von 26 Jahren zum Regionalpräsidenten der SP gewählt. Sein erstes politisches Mandat konnte er bei den Gemeinderatswahlen von 2012 erkämpfen: Er zog in den Stadtrat von Eupen ein, wo die SPplus sich an der Mehrheit unter Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF) beteiligte.
Im Jahr 2014 war Antoniadis Spitzenkandidat bei der Europa- und Kandidat (Platz 14) bei der Gemeinschaftswahl, konnte allerdings den EU-Sitz nicht erringen. Im Zuge der Koalitionsbildung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, bei der die SP gemeinsam mit der ProDG und der PFF unter der Führung von Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) die Mehrheit stellte, wurde Antonios Antoniadis mit 29 Jahren als Regierungsmitglied gewählt. Er hat seitdem das Amt des Ministers für Familie, Gesundheit und Soziales inne.

Abgar VIII.

Abgar VIII. (Lucius Aelius Septimius Abgar VIII., der Große; † 212) war ein syrisch-aramäischer König und von etwa 177 bis zu seinem Tod König von Osrhoene mit der Hauptstadt Edessa, dem heutigen Şanlıurfa.
Abgar VIII. war ein Sohn von Manu VIII. und seit etwa 177 König von Edessa. Er nahm im Jahr 191/192 zu Ehren des römischen Kaisers Commodus den Namen Lucius Aelius an. Nach Commodus’ Ermordung unterstützte er den Gegenkaiser Pescennius Niger. 194 unterlag er dem Kaiser Septimius Severus, unterwarf sich diesem daraufhin im folgenden Jahr, nahm zu dessen Ehren den weiteren Namen Septimius an und übergab seine Söhne als Geisel. Von nun an stand er loyal an der Seite des römischen Kaisers und unterstützte daher nicht die Parther. Septimius Severus erkannte ihn dafür 198 als Klientelkönig und „König der Könige“ an. Abgars Palast fiel nach der Chronik von Edessa im Jahr 201 einer Überschwemmung zum Opfer. Später soll Abgar VIII. der Stadt Rom einen Besuch abgestattet haben. Sein Sohn Abgar IX. folgte ihm auf den Thron.
Zu den Jugendfreunden Abgars VIII. gehörte der syrische christliche Gnostiker Bardesanes. Möglicherweise trat Abgar VIII. zum Christentum über, der Kirchenvater Eusebius von Caesarea berichtet in seiner Kirchengeschichte jedoch nichts von einer Bekehrung Abgars. Bardesanes erzählt hingegen in seinem Buch der Gesetze der Länder, dass Abgar VIII. nach seiner Bekehrung ein Verbot ausgesprochen habe, künftig noch Entmannungen zu Ehren der semitischen Gottheit Atargatis durchzuführen; vielleicht handelt es sich aber bei dieser Nachricht um eine nachträgliche orthodoxe Überarbeitung des ursprünglichen Textes. Der frühchristliche Chronist Sextus Iulius Africanus machte Abgar VIII. um 195 seine Aufwartung und stufte diesen als „heiligen Mann“ ein; ob er damit aber meinte, dass der König Christ gewesen sei, ist nicht sicher. Zur Zeit des Königs lebten jedenfalls aber Christen in Edessa und Abgar VIII. selbst stand dem Christentum zumindest aufgeschlossen gegenüber. Vermutlich hatte Abgar VIII. das Römische Bürgerrecht.
Etwa im 6. Jahrhundert entstand die Abgarlegende, die eine frühere Verbindung des Fürstenhauses unter Abgar V. mit Jesus knüpft.

Großer Preis von Belgien 1992

Der Große Preis von Belgien 1992 fand am 30. August auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in der Nähe von Spa statt und war das zwölfte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1992.

Aus finanziellen Gründen entschied sich das Traditionsteam Brabham für einen sofortigen und dauerhaften Rückzug aus der Formel 1.
Zugunsten des Debütanten Emanuele Naspetti, der Sponsorengelder mitbrachte, musste Paul Belmondo seinen Platz bei March räumen. Christian Fittipaldi kehrte nach mehrwöchiger verletzungsbedingter Pause anstelle seiner Vertretung Alessandro Zanardi ins Minardi-Team zurück.
Die Scuderia Ferrari brachte ein Exemplar einer weiterentwickelten Version des F92A an den Start. Der Wagen trug die Bezeichnung F92AT und wurde von Jean Alesi pilotiert.
Das italienische Team Andrea Moda Formula war hier letztmals bei einem Großen Preis anwesend. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde der Teamchef Andrea Sassetti von der belgischen Polizei wegen des Verdachts auf Scheckbetrug verhaftet. Daraufhin schloss die FISA das Team von der weiteren Teilnahme an der Weltmeisterschaft aus.
Infolge des Rückzugs von Brabham umfasste die Meldeliste genau 30 Piloten. Da dies die zulässige Maximalzahl für die Teilnahme an den Trainings war, konnte auf eine Vorqualifikation verzichtet werden.
Während des ersten freien Trainings am Freitagvormittag verunglückte Érik Comas in der schnellen Blanchimont-Kurve so schwer, dass er für 17 Minuten das Bewusstsein verlor. Er nahm nicht am weiteren Verlauf des Rennwochenendes teil.
Nigel Mansell sicherte sich seine zehnte Pole-Position des Jahres vor Ayrton Senna, Michael Schumacher, Riccardo Patrese, Jean Alesi und Gerhard Berger. Thierry Boutsen und Mika Häkkinen bildeten die vierte Startreihe vor Martin Brundle und Johnny Herbert.
Die während des ersten Qualifikationsdurchgangs am Freitag erzielten Rundenbestzeiten konnten samstags aufgrund von Regen nicht mehr unterboten werden. Trotzdem gingen einige Piloten auf die Strecke, um das Verhalten ihrer Fahrzeuge auf Regenreifen zu testen. Dies führte zu zwei weiteren schweren Unfällen durch Gerhard Berger und Pierluigi Martini, die jeweils durch Aquaplaning verursacht wurden. Beide Piloten entkamen unverletzt.
Während Senna vor Mansell und Patrese in Führung ging, kam es an Bergers McLaren MP4/7A zu einem Kupplungsdefekt. Den nachfolgenden Piloten gelang es jedoch, dem stehengebliebenen Wagen rechtzeitig auszuweichen. In der zweiten Runde zog Mansell in der Blanchimont-Kurve an Senna vorbei.
Als es nach wenigen Minuten zu regnen begann, steuerte Mansell als einer der ersten die Box an, um Regenreifen montieren zu lassen. Patrese, der kurz zuvor ebenfalls Senna überholt hatte, gelangte dadurch in Führung. Als auch er zum Reifenwechsel in die Boxengasse abbog, übernahm Senna, der darauf spekulierte, dass der Regen nur kurz anhalten würde, die Spitzenposition. Da sich dies als nicht zutreffend herausstellte, ließ auch er nach zehn Runden seine Reifen wechseln, wodurch Mansell wieder in Führung gelangte. Patrese folgte auf dem zweiten Rang vor Schumacher.
Als die Strecke zunehmend abtrocknete, beschloss Schumacher in Runde 30 nach einem kleinen Fahrfehler im Bereich Stavelot, wieder auf Slicks zu wechseln. Die beiden Williams-Piloten reagierten zunächst nicht darauf und verloren mit ihren verschlissenen Regenreifen Zeit gegenüber Schumacher. Dieser übernahm in der 34. Runde die Führung vor den beiden. Sein Teamkollege Brundle lag auf dem vierten Rang vor Häkkinen und Senna. Wegen eines Defektes am Auspuff seines Wagens fiel Mansell gegenüber dem Führenden Schumacher weiter zurück. Patrese hatte mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen, konnte den dritten Rang aber dennoch gegenüber Brundle verteidigen. In der drittletzten Runde verwies Senna Häkkinen auf den sechsten Rang.
Michael Schumacher erzielte seinen ersten Grand-Prix-Sieg und das Williams-Team sicherte sich die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 1992.
Die ersten sechs des Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).
1925 | — | 1930 | 1931 | — | 1933 | 1934 | 1935 | — | 1937 | — | 1939 | — | 1946 | 1947 | — | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | — | 1958 | — | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | — | 1970 | — | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | — | 2004 | 2005 | — | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015
Südafrika | Mexiko | Brasilien | Spanien | San Marino | Monaco | Kanada | Frankreich | Großbritannien | Deutschland | Ungarn | Belgien | Italien | Portugal | Japan | Australien

Hohe Geige

Hohe Geige von der Hundsbachalm (von Nordwesten)
Die Hohe Geige ist ein Berg in den Ötztaler Alpen im österreichischen Bundesland Tirol mit einer Höhe von 3393 m ü. A.., nach anderen Angaben 3395 m ü. A. Er ist die höchste Erhebung im Geigenkamm, einer von Süden nach Norden verlaufenden Bergkette. Nach Norden, Osten und Westen sendet der Berg ausgeprägte Grate, über die Kletterrouten führen.

Die Hohe Geige liegt im Zentrum des von Norden nach Süden verlaufenden Geigenkamms. Sie ist im Norden und Osten von Gletschern flankiert. Westlich des Nordgrats zieht sich der Rötkarlferner bis kurz unter den Gipfel und östlich erstreckt sich der doppelt so ausgedehnte, etwa zwei Kilometer lange, Äußere Pirchlkarferner in einem rechten Winkel von Nord nach Ost. Südlich des Äußere wilde Schneide genannten Ostgrats liegt der Innere Pirchlkarferner. Benachbarte Berge sind im Verlauf des Nordgrats der Hohe Kogel mit 3296 Metern, im Osten die 3021 Meter hohe Fotzenkarstange und im Süden der Ampferkogel (3186 m). Die Westflanke der Hohen Geige fällt ab ins Pitztal, die Ostseite ins Pollestal, ein westliches Nebental des Ötztals beim Dorf Huben bei Längenfeld. Der nächste bedeutende Ort ist Planggeroß, ein Ortsteil der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal, das etwa 3,5 Kilometer Luftlinie südwestlich der Hohen Geige liegt.
Als Stützpunkt für eine Besteigung der Hohen Geige dient heute die auf einer Höhe von 2323 Metern liegende Rüsselsheimer Hütte (ehemalige Chemnitzer Hütte), östlich oberhalb von Planggeroß. Von dort aus führt der Normalweg, der leichteste Anstieg, durch die Südwestflanke des Berges in etwa 3½ Stunden zum Gipfelkreuz der Hohen Geige. Ein alternativer Anstieg führt über den Westgrat in 4 Stunden von der Hütte zum Gipfel. Den Westgrat erreicht man dabei am Aussichtspunkt Gabinten (2650 m) über einen Wanderweg. Der Grat ist größtenteils grobblockig und überschreitet den Schwierigkeitsgrad UIAA I nur im oberen Teil. Dort sind einige ausgesetzte Passagen und Kletterstellen (UIAA II bis III) versichert. Der Westgrat ist objektiv sicherer zu begehen und löst den eigentlichen Normalweg als Standardaufstieg zunehmend ab. Als weitere Alternative bietet sich der sogenannte Eisweg in Kombination mit dem Nordgrat an. Hier führt der Anstieg über den nordseitigen Rötkarferner auf den Nordgrat. Je nach Jahreszeit erfolgt der restliche Anstieg kombiniert durch Fels und Eis. Die Schwierigkeit überschreitet UIAA II auf dem letzten Gratabschnitt nicht.
Im Rahmen von Vermessungsarbeiten unter Leitung von Hauptmann Ganahl wurde die Hohe Geige im Jahr 1853 das erste Mal bestiegen. Bei der ersten touristischen Besteigung im Jahr 1873 gelangten Theodor Petersen und der Bergführer C. Bezien von der östlich des Berges gelegenen Vorderen Pollesalm (1776 m) über den Inneren Pirchlkarferner zum Gipfel. Bereits 1887 wurde der Nordgrat zum ersten Mal im Aufstieg begangen. 1935 wurde erstmals der Ostgrat, genannt die Äußere Wilde Schneide, in sieben Stunden und in teilweiser schwerer Kletterei im UIAA-Grad III bezwungen.

Ri Cruin

Ri Cruin ist ein Steinhügel, der 200 m südlich des Weilers Ri Cruin im Tal von Kilmartin in Argyll and Bute in Schottland liegt. Ausgrabungen erfolgten durch Mapleton 1870, Craw 1929 und Childe, der im Jahre 1936 auch die Restauration vornahm.

Der Steinhügel wurde errichtet, um die im Zentrum eines Erdhügels in einer Grube platzierte nördlichste der drei Steinkisten zu bedecken. Die nordost-südwest ausgerichtete Kiste misst 1,25 m × 0,62 m und ist 0,65 m tief. Sie wird von einer völlig überdimensionierte Platte (3,0 m × 1,05 m und 0,18 m stark) bedeckt. Der größte Teil des Kistenbodens wird durch eine sorgfältig eingefügte Platte gebildet. Der übrige Bodenraum war ordentlich mit kleinen Felsblöcken gepflastert. Die Seitenplatten waren ausgekehlt, um die nördliche Endplatte zu halten. Mapleton entdeckte nur kremierte Knochen auf der Grundplatte.
Innerhalb des Steinmaterials des Hügels liegt, ungefähr sieben Meter nach Südosten und noch gerade innerhalb der Randsteine des Hügels, die Seitenplatte einer sekundären Steinkiste. Die Platte ist ausgekehlt, um eine Endplatte zu halten und Mapleton fand eine der Endplatten in situ. Die Steinkistenplatte misst ungefähr 1,1 m × 0,3 m. Es gab keine Funde.
Südlich von Kiste 2 und gerade außerhalb der Randsteine des Hügels liegt in einer Grube die dritte Steinkiste. Sie wird jetzt teilweise durch den großen Deckstein bedeckt. Sie ist im Grundriss trapezoid und ungefähr ost-west-gerichtet. Die 0,8 m tiefe Kiste misst 2,0 m in der Länge, und verjüngt sich nach Osten hin von einem Meter auf 0,6 m. Jede der beiden Seitenwände besteht aus einem Plattenpaar. Die Nordwand bildet eine Gerade, während die Südwand nach innen eingeknickt ist. Die westliche Endplatte ist mit sieben eingepickten Äxten geschmückt. Es gab früher eine schmale vertikale Platte am Ostende der Steinkiste, die mit einer vertikalen Rille und rechtwinklig dazu kürzeren Armen mit knolligen Enden geschmückt war. Die Ritzung ist als Boot oder Hellebarde interpretiert worden. Die Platte wurde bei einem Feuer im Poltalloch Haus zerstört, aber ein Abdruck wird im Königlichen Museum Schottlands, in Edinburgh aufbewahrt.
Der Steinhügel ist größtenteils wieder aufgebaut. Er hatte 18,3 m bis 19,5 m Durchmesser. Der Hügel war in einem Quadranten durch einen Kalkofen gestört worden, aber im Laufe der Rekonstruktion sind seine Spuren völlig entfernt worden. Spuren der Randsteine wurden auf dem Ost- und Südbogen (hier sind vier sichtbar) registriert.
56.117083333333-5.4995833333333Koordinaten: 56° 7′ 1,5″ N, 5° 29′ 58,5″ W

Gach

Gach ist ein strategisches Brettspiel mit Schach-ähnlichen Regeln, das auf einem Go-Brett und mit Go-Steinen gespielt wird.

Gach wurde von acht Studenten des „Rätsel- und Spiele-Rings der Archimedischen Mathematik-Gesellschaft“ (Puzzles and Games Ring of the Archimedeans Mathematics Society) an der Universität Cambridge als Gess (Ein Kunstwort aus Go und Chess) erfunden. Die Regeln wurde zum ersten Mal 1994 schriftlich von Paul Bolchover in der Zeitschrift Eureka in Großbritannien festgehalten. Es versteht sich als Schachvariante auf einem Go-Brett. In Deutschland wurde es zum ersten Mal als Gach (Go und Schach) durch Ian Stewart im Mai 1995 in einer Ausgabe der Spektrum der Wissenschaft beschrieben.
Ziel des Spiels ist es alle gegnerischen Ringe (vgl. Schachkönig) zu zerstören.
Eine Spielfigur besteht aus einem 3 x 3 Felder großen Quadrat, in dem sich mindestens ein eigener Stein, jedoch kein gegnerischer Stein befindet. Dieses Gebiet wird Fußabdruck der Figur genannt; es darf sich auch teilweise außerhalb des Bretts befinden und muss nur mindestens ein Feld des Bretts überlappen.
Die Position der Steine im Quadrat beschreibt die Zugmöglichkeiten der Figur. Sie darf sich jeweils in die Richtung bewegen, die im Quadrat mit einem Stein belegt ist.
Die mittlere Position gibt die Zuglänge vor. Ist diese Position besetzt, darf die Figur beliebig viele Felder weit ziehen. Ist sie unbesetzt, darf die Figur nur bis zu 3 Felder weit ziehen.
Eine Spielfigur darf sich höchstens so weit bewegen, bis ihr Fußabdruck mit mindestens einem Feld ein Hindernis überdeckt.
Ein Hindernis kann
Es wird abwechselnd gezogen und es besteht Zugpflicht. Man muss immer einen Zug machen, der die Anordnung der Steine auf dem Brett verändert. Schwarz macht den ersten Zug.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler keinen Ring mehr hat. Wenn der ziehende Spieler selbst seinen letzten Ring zerstört, verliert er, oder praktisch gleichbedeutend: man darf nicht seinen letzten Ring zerstören (man hat immer einen Zug, der einen eigenen Ring erhält). Wenn anderenfalls der Gegner nach dem Zug keinen Ring mehr hat, gewinnt der ziehende Spieler.
Es wird auf einem Go-Brett mit 19 horizontalen und 19 vertikalen Linien gespielt. Die Steine werden auf die von den Linien begrenzten Felder gesetzt, und nicht wie beim Go auf die Schnittpunkte der Linien. Das Brett hat somit 18×18 Felder.
Jeder Spieler hat zu Beginn 43 Steine. Deren Grundaufstellung bildet Figuren, die denen des Schach entsprechen. Auf den hintersten und vordersten drei Reihen befinden sich, aus Blickrichtung Schwarz von links nach rechts aus gesehen:
Turm – Läufer – Dame – Ring (König) – Läufer – Turm
Davor befinden sich jeweils 6 Bauern.
Der Ring ist die wichtigste Figur beim Gach. Sie entspricht dem König im Schach. Sie besteht aus 8 Spielsteinen, welche ringförmig um das Zentrum des Fußabdrucks angeordnet sind. Er kann sich also in alle Richtungen, allerdings nur um höchstens 3 Felder bewegen.
In der Grundstellung ist ein Ring vorhanden. Seine Position befindet sich bei Schwarz in der rechten mittleren Position, bei Weiß in der linken mittleren Position.
Die Dame ist die mächtigste Figur auf dem Spielfeld. Sie besteht aus 9 Spielfiguren, welche alle Positionen des Fußabdrucks bedecken. Sie kann sich beliebig weit, sowohl horizontal wie vertikal, als auch diagonal bewegen (vgl. Dame (Schach)).
In der Grundstellung ist eine Dame vorhanden. Sie befindet sich bei Schwarz links vom Ring, bei Weiß rechts vom Ring.
Die Läufer bestehen aus 5 Spielsteinen, welche in den 4 Ecken des Fußabdrucks, sowie in dessen Zentrum angeordnet sind. Sie können sich somit diagonal beliebig weit über das Spielfeld bewegen, ähnlich dem Läufer im Schach
In der Grundstellung sind zwei Läufer vorhanden. Diese befinden sich links und rechts von Dame und Ring.
Die Türme bestehen aus 5 Spielsteinen, welche wie ein Kreuz im Fußabdruck angeordnet sind. Sie können sich also ähnlich dem Turm im Schach horizontal und vertikal beliebig weit auf dem Spielfeld bewegen.
In der Grundstellung sind zwei Türme vorhanden. Sie befinden sich links und rechts am Rande des Spielfeldes.
Als Bauer bezeichnet man eine Spielfigur, welche nur im mittleren oberen Quadrat einen Stein hat. Sie kann sich also nur um 3 Felder nach vorne bewegen, ähnlich einem Bauern im Schach.
In der Grundstellung sind 6 Bauern vorhanden. Diese befinden sich jeweils vor den oben genannten Figuren.
Es ist nicht vorgeschrieben, sich bei der Eröffnung an die Einteilung der Grundfiguren zu halten. Man kann jedes 3×3 Quadrat, in dem nur eigene Steine sind, als Figur auffassen und entsprechend ihrer Steine-Anordnung bewegen. Es ist z. B. möglich, eine Spielfigur zu bilden, welche zu zwei Dritteln aus dem linken Turm und zu einem Drittel aus dem linken Läufer besteht. Diese Figur könnte sich dann diagonal sowie nach links beliebig weit bewegen, in der Grundstellung allerdings nur einen Schritt weit, da dann bereits Steine vom Fußabdruck der Figur überdeckt werden.
Theoretisch wären 512 Figuren möglich. Jedoch sind die beiden möglichen Figuren 0-0-0 und 0-2-0 im Spiel nicht möglich, da sie keinerlei Richtungssteine enthalten. Somit bleiben 510 verschiedene Figuren übrig, von denen jedoch viele durch Drehungen und Spiegelungen aus anderen hervorgehen. So kann ein einzelner Stein (Bauer), bei genügend Freiraum um seine Position, sich in jede beliebige Richtung bewegen. Hierzu muss nur der Mittelpunkt des Fußabdruckes unterschiedlich gewählt werden. Er entspricht also 8 verschiedenen „Figuren“.
Die beiden Spieler ziehen abwechselnd. Es besteht Zugpflicht. Zunächst wählt man ein 3×3-Quadrat (Fußabdruck). Dieses darf nur eigene Steine enthalten. Mindestens einer davon muss sich am Rand des Quadrates befinden. Nur mindestens ein Feld des Quadrates muss sich auf dem Spielfeld (18×18 Felder) befinden. Dieses Quadrat wird, mitsamt der enthaltenen Steine, in eine Richtung verschoben, in der sich ein Stein am Rand des Quadrates, relativ zu dessen mittlerem Feld, befindet. Ist das mittlere Feld besetzt, darf man beliebig weit schieben, sonst höchstens drei Felder weit. Das Quadrat darf höchstens soweit gezogen werden, bis es einen anderen Stein überlappt, oder bis ein Stein im Quadrat vom Brett geschoben wird. Die überlappten oder vom Brett geschobenen eigenen und gegnerischen Steine werden geschlagen. Verlierer des Spiels ist derjenige Spieler, der keinen Ring mehr besitzt, das ist ein 3×3-Quadrat mit acht Steinen des betreffenden Spielers und einem freien Mittelfeld.
Die Spielnotation einer Gach-Partie ähnelt der einer Schach-Partie. Von links nach rechts (von Schwarz aus gesehen) sind die Spalten von a bis r bezeichnet. Von unten nach oben sind die Linien mit 1 bis 18 bezeichnet. Als Zug wird die Position der Mitte des Fußabdrucks zu Beginn und zu Ende des Zuges verbunden mit einem „-“ notiert.
Beispiel:

Jeep FC

Der Jeep Forward Control ist ein Transporter, der von Willys-Overland und dann von Kaiser-Jeep von 1956 bis 1965 hergestellt wurde. Er wurde auch in anderen Ländern gebaut. Die Bezeichnung Forward Control weist darauf hin, dass das Fahrzeug ein Frontlenker war, das heißt, sein Führerhaus war über dem Motor angeordnet (Cab-Over-Engine).

Willys stellte seit 1947 fast unveränderte Lieferwagen her. Als in den 1950er Jahren weitere Anbieter auf den Markt drängten, ließ die Geschäftsleitung eine neue, moderne Modellreihe von Transportern entwickeln. Der Designer Brooks Stevens ließ sich von großen Lkw mit über dem Motor liegendem Führerhaus inspirieren. Als Basis für das neue Fahrzeug diente der CJ-5. Als Antrieb wählte man den gegengesteuerten Willys Hurricane – Motor und den seitengesteuerten Vierzylindermotor.
Der Forward Control wurde hauptsächlich als Arbeitsfahrzeug für Privatfirmen, Gebietskörperschaften und Militär, aber auch für die private Nutzung, vermarktet. Die Pritschenausführung war Standard, aber den Kunden wurde eine Vielzahl „Jeep-geprüfter“ Aufbauten anderer Hersteller angeboten. Dies reichte von einfachen Pritschen bis zu kompletten Abschleppfahrzeugen, Kippern und Feuerwehrfahrzeugen.
Das Angebot schloss auch einen „Forward Control Commuter“ ein, einen der ersten Minivans. Drei funktionierende Prototypen wurden von Reutter in Stuttgart gebaut. Brooks Stevens war auch am Umbau dieser Transporter in Personenfahrzeuge beteiligt.
Das Modell FC-150 wurde 1956 eingeführt und hatte einen kurzen Radstand von nur 2.057 mm und eine Pritsche mit 1.981 mm Länge. 1958 bekam der Wagen ein neues, breiteres Fahrgestell. Die Spur vergrößerte sich von 1.219 mm auf 1.448 mm.
Der FC-170 wurde 1957 eingeführt und besaß einen Radstand von 2.616 mm und eine Pritschenlänge von 2.743 mm. Dieses Modell ist bemerkenswert, da zum ersten Mal die nutzbare Länge (9 ft.) den Radstand übertraf. Dies konnte durch die Anordnung des Führerhauses über dem Motor erreicht werden.
Dies war ein Eintonner mit Zwillingsbereifung hinten und einer nutzbaren Länge von 3.048 mm. Die Fahrzeuge waren mit 3.624 kg oder 4.077 kg zul. Gesamtgewicht erhältlich.
Die Jeep Forward Control wurden den Händlern am 29. November 1956 vorgestellt und der Öffentlichkeit im Rahmen der New York City Automobile Show im Dezember 1956 erstmals gezeigt. Der FC-150 stand ab 12. Dezember 1956 in den Auslagen der Händler. Die ersten Kundennachfragen nach den vierradgetriebenen FC-Jeeps war vielversprechend. Ihr bestes Verkaufsjahr war 1957 mit 9.738 Exemplaren. Nach der Einführung des FC-170 1957 fielen die FC-150-Verkäufe 1959 auf 1.546 Stück, erholten sich 1960 aber wieder auf 4.925 Stück. Keines der beiden Modelle wurde aber, wie von Willys-Overland erhofft, der ganz große Erfolg. In 9 Jahren entstanden nur etwas über 30.000 Exemplare. 1964 wurde die Fertigung eingestellt.
Neben den zivilen Jeep Forward Control gab es vier Modelle für die Armee:
Zahlreiche Versionen der FC-Modellreihe – meist in den USA nicht erhältlich – wurden in vielen anderen Staaten in Lizenz der unterschiedlichen Eigner der Marke Jeep produziert: Willys-Overland, Kaiser-Jeep und AMC:
Mahindra in Bombay stellte ab 1947 Fahrzeuge aus CKD-Sätzen her. Die Produktion des FC-150 startete in Indien 1965 und später wurde auch der FC-170 hergestellt, ebenso wie ein vor Ort konstruierter FC-160, dessen Größe zwischen den beiden vorgenannten Modellen lag.
Der FC-160 (und später auch der FJ-160) besaß einen Radstand von 2.330 mm. Der Pritschenaufbau kam von Mahindra und andere Aufbauten waren auch erhältlich. Die Version mit Fahrgestell und Führerhaus des FC-160 war in den 1970er Jahren sehr gefragt für den Umbau zu Minibusen, Krankentransportern und anderen Fahrzeugen. Die Meisten besitzen die Front des FC. Die Fertigung des Mahindra FC-160 wurde im Sommer 1999 eingestellt.
Der Lkw FC-260 Diesel wurde 1975 eingeführt. Derzeit haben der FJ-460 von Mahindra (eingeführt 1983) und der Minibus / Transporter FJ-470 Kühlergrill und Front des originalen Jeep FC. Diese Fahrzeuge können 11 bis 15 Personen zzgl. Fahrer transportieren.
In den 1960er Jahren lizenzierte Kaiser-Willys die VIASA (Vehiculos Industriales y Agricolas, S.A.) zum Bau von Jeep-Fahrzeugen in Spanien. Ende der 1970er Jahre kaufte die VIASA den Transporterhersteller Ebro (ein Subunternehmen von Motor Iberica) auf. Die Lieferwagenbaureihe SV entstand auf den Fahrgestellen von Jeep, genauso wie die FC-Modelle in den USA. Die speziellen spanischen Modelle waren der Compeador (Eintonner offen), der Duplex (Doppelkabiner), der Furgon (Eintonner geschlossen) und der Toledo (9-sitziger Bus). Es gab zwei Motoren zur Auswahl: Der Reihensechszylinder Willys Super Hurricane und ein Reihenvierzylinder Diesel von Perkins.
Ein FC-170 in Zebra-Lackierung wird im Spielfilm Hatari! zum Transport der gefangenen Tiere verwendet.
Aktuell: Cherokee | Commander | Compass | Grand Cherokee | J8 | Liberty (RUS) | Patriot | Renegade | TJL-J8 | Wrangler
Ausgelaufen: 2500 | Aho | 4000 | 4700 | CJ-Serie | Comanche | Comando | Commando | DJ-Serie | FC-Serie | FJ-Serie | Gladiator | Grand Wagoneer | Honcho | J20 | Jeepster | Jeepster Commando | Liberty (USA) | Pickup | Sahra | Shahbaz | Simorgh | Station Wagon | TJL | Truck | Wagoneer

Alfonso de Aragón y Foix

Alfonso de Aragón y Foix, auch Alfonso I de Gandía el-Viejo genannt (* wohl 1332; † 5. März 1412) war der älteste Sohn von Pedro, Infant von Aragón, Graf von Ribagorza, Ampurias und Prades, und Jeanne de Foix; er war somit ein Enkel von König Jakob (Jaime) II. von Aragón und ein Vetter von König Peter (Pedro) IV.
1355 erhielt er den Titel eines Grafen von Dénia. Als 1366 der Kastilische Bürgerkrieg zwischen Peter den Grausamen und Heinrich von Trastamara begann, in dem Aragón Heinrich unterstützte, befehligte die katalanischen Streitkräfte, die Peter IV. von Aragón zur Entthronung Peters I. von Kastilien geschickt hatte. Er führte die Soldaten auf die Südseite des Flusses Júcar und verstärkte dadurch die Verteidigung der Stadt Valencia gegen die Angriffe König der Kastilier. 1367 kämpfte er in der Schlacht von Nájera. Die Unterstützung brachte ihm nach dem Tod Heinrichs (1379) durch dessen Sohn und Nachfolger Johann I. von Kastilien 1382 den Titel eines Marqués de Villena und eines Condestable de Castilia ein. Die Feindseligkeit des kastilischen Adels verhinderte jedoch, dass er sich in diesem Amt lange halten konnte. 1381 hatte er die Nachfolge seines Vaters als Graf von Ribagorza angetreten.
Bei der Invasion des Grafen von Armagnac stand er (jetzt wieder im Dienst Aragóns) auf Seiten des Infanten Martin, Bruder des Königs Johann I.. Als dieser 1395 die Nachfolge antrat, behielt er seine machtvolle Position; er nahm an den Cortes von Saragossa 1398 teil, assistierte im Jahr darauf bei der Krönung des Monarchen, und wurde 1399 zum Herzog von Gandía ernannt. Als der Monarch 1410 ohne ihn überlebende Söhne starb, erhob er Ansprüche auf die Nachfolge, starb jedoch selbst, bevor die Unterhändler im Kompromiss von Caspe die Wahl treffen konnten.
Aus seiner Ehe mit Violante Eiximenis de Arenós, Tochter von Gonzalo Ximénez und Timbor de Bellpuig, die er 1355 schloss, hatte er sieben Kinder, darunter: